Hockey der anderen Art am Freitag in der Messehalle / Ganz bayerisch in Lederhose und Tracht

Auf dem Bürostuhl ins Finale

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Organisator Jens Fislage freut sich bereits auf die sechste Auflage der Büro-Stuhl-Meisterschaft am Freitag in der Halle 4.

Bremen - Von Steffen Koller. Hockey auf Kufen, mit Mundschutz und Helm? Kennt man! Doch Hockey auf Bürostühlen und in einem Team, das mindestens aus einer Frau bestehen muss? Noch nie gehört? Dann aufgepasst, denn die sechste Auflage der „German Chair-Hockey Masters“ kommt wieder nach Bremen. Am Freitag, 9. Oktober, heißt es ab 13 Uhr in Messehalle 4 auf der Bürgerweide: „Sitzenbleiber gewinnen!“

Sechs Spielfelder, 60 Teams, bestehend aus bis zu acht Personen und jeweils zwölf Minuten Vollgas: Willkommen bei den „German Chair-Hockey Masters“ in der Messehalle. 2007 aus Anlass eines Firmenjubiläums entstanden, lockt das ungewöhnliche Event alle zwei Jahre mehrere hundert Besucher zum Hockey der etwas anderen Art. Wie Organisator Jens Fislage berichtet, wird die Veranstaltung diesmal ganz bayerisch ausfallen – in Lederhose und Tracht. „Wer sich ganz besonders viel Mühe gibt, der erhält den Preis als Kreativsieger“, so Fislage. Zwar sei das Spiel aus einer lustigen Laune entstanden, und der Spaß stehe klar im Vordergrund, sagt Fislage. Doch komme der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz. Gespielt wird im klassischen Weltmeisterschaftsmodus – Gruppenspiele, K.o.-Phase, Finale. „Spätestens in den K.o-Spielen wird es dann langsam ernster, die Zuschauer lauter“, weiß der Organisator aus Erfahrung. „Zumal fast jedes Team seinen eigenen kleinen Fanclub mitbringt – die machen dann schon ordentlich Stimmung.“ Neben sportlichem Ehrgeiz und Spaß an der Sache hat das Event aber auch einen ernsten Hintergrund. Seit Jahren gehen Antritts- und Eintrittsgelder an gemeinnützige Organisationen. In den vergangenen Jahren seien so mehr als 30 000 Euro zusammengekommen. In diesem Jahr spenden die Veranstalter den Erlös an die Rheuma-Liga. Fislage ist sich sicher: „Wer einmal dabei war, der kommt wieder.“ Das liege zum einen an der guten Stimmung, die die bis zu 900 Besucher erzeugen würden und am guten Zweck, den jeder unterstützen wolle. Und wer sich nicht an die Regeln hält, wird nicht etwa wie beim Fußball des Platzes verwiesen, nein, der bekommt eine „Extrabehandlung“, meint Fislage mit einem Schmunzeln. Denn dann heißt es: „Strafdrehungen auf dem Bürostuhl – keine angenehme Sache, aber lustig anzuschauen.“ Im Anschluss laden die Organisatoren zur großen Abschlussfeier ein.

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