Herrscher und Metallkugeln

„Hochschultage“ in der Überseestadt voller Gegenwartskunst

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Jonghong Park hat das Kunstwerk „Bit“ gebaut. Die Räder haben Erhöhungen und Vertiefungen an den Rändern, stellvertretend für „Null“ und „Eins“. Zahlenkombinationen bestimmen, welches Rad sich dreht und bringen den Zufall ins Spiel.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Vier Stockwerke, vier lange Gänge mit vielen Räumen daran. Überall ist Kunst. Töne und Sprache aus Filmen sind zu hören. Etwas weiter geht es in die Werkstätten der Hochschule für Künste (HfK). Installationen sind zu sehen, Aktmalerei und abstrakte Gemälde. Immer wieder stehen Live-Aufführungen an. Am Wochenende sorgten die „Hochschultage“ der HfK für viel Besuch ohne Gedränge in den weitläufigen Räumlichkeiten des Speicher XI.

Herrscher in mächtiger Pose, aber ohne Gesicht zeigen die Werke „Catherine Samba-Panza“ und „Idris Deby“ von Vincent Haynes. „Mich interessiert, wie Politik in den Medien dargestellt wird. Ich wollte malen, was hängenbleibt, gar nicht unbedingt resignativ.“ Es gibt auf den Gesichtern keine Flächen, alles löst sich auf. Das Holz ist teilweise allerdings markanter, kontrastreicher und auffälliger gestaltet als die Gesichter. In den Holzflächen kommt sogar Gold vor. Das relativiert die Rolle des Herrschers. „Was ich darstelle, ist ein ewiges Problem, weil es geschichtslos ist.“ Dafür gab es den ersten Platz beim Hochschulpreis für freie Kunst.

Ein Brett hängt an Seilen, drumherum stehen Menschen mit Handys. Sie sorgen dafür, dass viele Daten durch den Raum wandern. Die Folge: Kleine Metallkugeln prasseln vom Brett auf die Erde. Das Werk „Downstream“ visualisiert Datenmengen. Damit kam Leonard Puhl auf den ersten Platz beim Hochschulpreis „Digitale Medien“. „Die Arbeit entstand in einem Seminar mit dem Titel ,Poesie des Messens´. Ich wollte eine direkte Analogie aufbauen zu Daten und Prozessen herstellen“, sagt der 23-Jährige aus dem Studiengang Digitale Medien.

Kunststudenten zeigen ihre Werke im Speicher XI

Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Medieng ruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen
Kunststudenten zeigen ihre Werke bei den Bremer Hochschultagen © Mediengruppe Kreiszeitung/Martin Kowalewski

Unter dem Brett ist ein drahtloses Netzwerk installiert. „Wenn jemand googelt fällt für ein Megabyte Datenvolumen eine Kugel runter. Das Projekt hat ihn zwei Semester lang begleitet. „Ich musste die nötige Software programmieren und Teile löten und fräsen.“

Auch aus dem Bereich Digitale Medien kommt Jonghong Park (34). Er hat eine Maschine mit vier gedoppelten Holzrädern gebaut. Langsam dreht jeweils eines der Räder, dann folgt ein anderes. „Bit“ ist der Name dieses Kunstwerks. Park zeigt auf die Ränder der Räder. Sie weisen Muster aus Erhöhungen und Vertiefungen auf, sie stehen für „Eins“, beziehungsweise „Null“, die beiden Zustände eines Bits.

Da sich die zwei Räder überlagern, ergeben sie zusammen eine Information von zwei Bit, also vier möglichen Zuständen. Doch das ist noch nicht die eigentliche Essenz des Werkes. „Mir geht es um Chaostheorie und Zufall“, sagt der Student. Der Zufall kommt durch die Position der Räder ins Spiel. Wenn ein Rad läuft, wird bald an einer Stelle die Zahlenkombination erhoben, zum Beispiel Null und Eins. „Die entscheidet darüber, welches der vier Räder weitermacht.“

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