Autofahrer müssen mit Staus rechnen:

Hochsaison auf den Straßen

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Die Baustelle in der Malerstraße in Hastedt. Hier müssen Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen rechnen. ·

Bremen - Von Viviane Reineking. Urlaubszeit ist Baustellenzeit, das trifft vor allem auf die Sommerferien zu. Wenn andere Urlaub machen, geht es auf Bremens Straßen hoch her: In der verkehrsärmsten Zeit des Jahres stehen daheimgebliebe Autofahrer dank einiger Großbaustellen schnell einmal in einem Stau.

1 400 Kilometer lang ist Bremens innerstädtisches Straßennetz, da kommt es immer wieder zu notwendigen Arbeiten an Fahrbahnen, Brücken, Leitungen und Schienen. Eine „prominente“ Baumaßnahme wird es jetzt auf der B 75 (Oldenburger Straße) geben: Im Bereich des Huchtinger Kreisels und im weiteren Verlauf bis zur Bremer Landesgrenze und der Varreler Bäke müssen Autofahrer rund vier Wochen lang mit Behinderungen rechnen, sagt Martin Stellmann vom Amt für Straßen und Verkehr (ASV). Bis Ende Juli wird die Brücke über den Kreisel saniert. Der Grund: Übergangskonstruktionen, die gewährleisten, dass sich die Brücke je nach Temperatur ausdehnen oder zusammenziehen kann, sind schadhaft. In diesem Zuge führt das ASV auch Asphaltarbeiten auf der Bundesstraße durch.

Auf eine Fahrbahn verzichten müssen die Autofahrer auf der A 1. Betroffen ist vor allem die Fahrtrichtung Osnabrück: Von Mitte Juli an werden vom Bremer Kreuz aus auf einer Strecke von 6,5 Kilometern Länge fünf Brücken von unten neu beschichtet. Bis Ende September werden die Überführungen jeweils halbseitig im mittleren Bereich saniert. Dafür wird der Verkehr auf zwei Fahrspuren zusammengeführt. Die linke Spur wird auf der Gesamtlänge gesperrt. „Das ist sinnvoll, weil Einfahrtsbereiche in Baustellen Risikobereiche sind“, so Stellmann. Hier komme es vermehrt zu Unfällen. An jeder Brücke wieder eine Baustelle einzurichten, bedeute dort jeweils ein „Sicherheits- und Durchflussproblem“. Die gewählte Lösung bedeute, „dass man mehr Fahrzeuge durch die Baustelle bekommt“.

Begonnen wird laut Stellmann bei der Brücke am Bremer Kreuz, es folgt die Instandsetzung der Brücken zwischen Hemelingen und Uphusen. Hier werden Bereiche mit Stahlbeton-Ausbrüchen saniert. Fallen Betonstücke aus der Unterseite der Brücke heraus, können diese „durchaus Gefährdungspotenzial“ darstellen, so Stellmann. 2,3 Millionen Euro kostet die Maßnahme, die aus zwei Bauabschnitten besteht, insgesamt. Abschnitt zwei folgt im nächsten Jahr, um die Außenbereiche der Brücken instandzusetzen.

Begonnen wurde bereits mit den Bauarbeiten auf der A 270 in Bremen-Nord. Hier wird die Anschlussstelle St. Magnus ausgebaut. Voraussichtlich bis Oktober soll deshalb die Auffahrt an der Schönebecker Straße in Richtung Ihlpohl gesperrt bleiben. Bis Ende 2014 wird die Anschlussstelle „zu einem vollwertigen Knoten ausgebaut, um künftig die Auf- und Abfahrt auf die A 270 in beiden Fahrtrichtungen zu ermöglichen“, so das Amt. Währenddessen läuft auch die Maßnahme in Huckelriede weiter, wo Arbeiten im Bereich der Wendeschleife anstehen. 

Wie berichtet, erneuert die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) bis Ende August zwischen Kirchbachstraße und der Horner Heerstraße die Straßenbahngleise. Dafür wird die Schwachhauser Heerstraße bis zum 17. Juli in stadtauswärtiger Richtung und vom 18. Juli bis voraussichtlich Ende August in der entgegengesetzten Richtung gesperrt. Eine Umleitung soll es über Kurfürstenallee und Bürgermeister-Spitta-Allee geben, heißt es. Die Straßenbahnlinie 4 wird seit Donnerstag bis einschließlich 11. August durch Busse ersetzt.

Gestartet sind auch die Arbeiten der SWB (früher Stadtwerke) entlang der Malerstraße: Fernwärmerohre versorgen den Bremer Osten mit etwa 35 000 Haushalten sowie das Mercedes-Werk und das Klinikum Bremen-Ost. In drei Bauabschnitten verlegt der Energieversorger nach Angaben von Sprecher Christoph Brinkmann eine neue Fernwärmehauptleitung stadteinwärts Richtung Osterdeich unter die rechte Fahrbahn. Weil für die Arbeiten, deren Kosten „im siebenstelligen Bereich“ liegen, auch die linke Spur benötigt wird, leite man den Verkehr einspurig über die Gegenfahrbahn. Ende September soll es hier wieder freie Fahrt geben.

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