Hocheffizient, aber nicht rentabel

Kraftwerksgesellschaft zieht Jahresbilanz

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Das Gas- und Turbinenkraftwerk auf dem Gelände der Stahlwerke war im ersten Betriebsjahr 6 000 Stunden am Netz.

Bremen - Das Gas- und Turbinenkraftwerk (GuD) der Gesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Bremen (GKD) war in seinem ersten Betriebsjahr rund 6.000 Stunden am Netz und hat 1,8 Millionen Megawattstunden (1,8 Milliarden Kilowattstunden) Strom erzeugt. Das geht aus der ersten Jahresbilanz hervor.

„Das Kraftwerk war weit mehr am Netz, als wir es ursprünglich geplant hatten“, sagte Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender des Bremer Versorgers SWB. Doch trotzdem sei keine angemessene Rentabilität erzielt worden. Köhne: „Das zeigt, dass die Rahmenbedingungen für den Betrieb eines hocheffizienten Kraftwerks wie dem GKD noch immer nicht stimmen.“

Das Kraftwerk ist seit 1. Dezember 2016 am Netz und habe seither nahezu ununterbrochen Strom geliefert, sagte ein SWB-Sprecher. Dabei kam die für das neue Kraftwerk günstige Marktlage den Betreibern in der Anfangsphase im Winter entgegen. Aufgrund der schwierigen Situation der Kernkraftwerke in Frankreich in Verbindung mit dem dortigen kalten Winter gab es einen erhöhten Stromerzeugungsbedarf in Deutschland, den das kurzfristig einsetzbare Kraftwerk mit gedeckt habe. Hinzu kamen eine fast dreiwöchige Dunkelflaute ohne Wind und Sonne im ersten Quartal dieses Jahres sowie ein hoher Bahnstrombedarf.

445 Megawatt Leistung

Die Anlage hat eine elektrische Leistung von rund 445 Megawatt (MW), das Investitionsbudget betrug 450 Millionen Euro. Hauptgesellschafter der Kraftwerksgesellschaft ist die SWB mit 51,76 Prozent. Beteiligt sind zudem die Mainova (Frankfurt am Main) mit 25,1 Prozent, die Tobi-Gaskraftwerksbeteiligungsgesellschaft, einem Zusammenschluss von 15 kommunalen Stadtwerken, mit 16,19 Prozent, Ovag Energie aus dem hessischen Friedberg mit 4,95 Prozent und die DB Energie mit zwei Prozent.

Insgesamt kann das GuD-Kraftwerk jährlich 1,8 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren, was dem Jahresverbrauch aller Haushalte einer deutschen Großstadt entspricht. 45 Prozent der Kraftwerkskapazität stehen über einen gesonderten Bezugsrechtevertrag für die Versorgung der DB Energie, dem Energiedienstleister der Deutschen Bahn, zur Verfügung. „Die Bahn bezieht seit 1964 elektrische Energie aus Bremen. Jeder zehnte deutsche Zug fährt mit Strom von der SWB“, heißt es. - je

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