HKK-Haus wird Werbefläche für Kunsthalle

Meisterwerke an der Fassade

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HKK-Vorstand Michael Lempe (l.) und Kunsthallendirektor Prof. Dr. Christoph Grunenberg präsentieren einige der Kunstwerke, die in den nächsten Monaten auf die Fassade des HKK-Gebäudes an der Martinistraße projiziert werden.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen Bremen - Von Jörg Esser. Die Kunsthalle nutzt ab sofort die Fassade des Kundenzentrums der Handelskrankenkasse (HKK) an der Martinistraße als Werbefläche. Fünf Meisterwerke aus der Sammlung „des altehrwürdigen Kunstinstituts“ werden in den schummrigen Morgen- und Abendstunden auf die Hauswand projiziert. „Das gibt unserem Haus und den Werken eine ganz andere Präsenz“, sagt Kunsthallendirektor Prof. Dr. Christoph Grunenberg.

Es ist eine ganz andere Form der Öffentlichkeitsarbeit. „Der Einblick in die unglaublichen Schätze des Museums soll ein Bewusstsein für die Qualität der Sammlung wecken.“ Und er soll Bremer, Buten-Bremer und Touristen in die Kunsthalle am Wall locken.

Ob es klappt? Die Gebäudefassade der HKK ist der vielbefahrenen Martinistraße zugewandt. Und in wenigen Wochen (ab 23. November) flanieren Tag für Tag jede Menge Besucher des Weihnachtsmarktes über die Martinistraße hin zum „Schlachte-Zauber“ – vor allem, wenn es dunkel ist. Letztlich sind das potenzielle Kunsthallenbesucher.

Zurück an die Fassade: Fünf Meisterwerke hat Grunenberg für die erste Runde der Lichtprojektion ausgewählt. Sie sollen ein breites Spektrum der Sammlung repräsentieren.

Zu sehen sind zunächst bis Ende März 2016 „Die blaue Kaffeekanne“ (1888) von Emile Bernard, die Skulptur „Psyche“ (1793/94) von Antonio Canova, „Die Tänzerin“ (1895/99) von Edgar Degas, „Die Himmelsstürmer“ (1588) von Hendrick Goltzius und das Gemälde „Junges Mädchen mit gelben Blumen im Glas“ (1902) von der Bremer „Lokalheiligen“ Paula Modersohn-Becker. Die Werke werden montags bis freitags von 6 bis 8 Uhr und 17 bis 23Uhr, sonnabends von 6bis 8 Uhr und 16 bis 23Uhr sowie sonntags von 16 bis 23 Uhr im dreiminütigen Wechsel auf die Fassade projiziert, sagt HKK-Vorstand Michael Lempe. In einem Schaufenster des Krankenkassen-Gebäudes steht zudem eine Infostele, auf der die fünf Werke beschrieben und der Weg zur Kunsthalle skizziert wird.

An dem Projekt basteln Kunsthalle und HKK seit einigen Jahren. Jetzt hat‘s geklappt, nachdem diverse Behörden und Ämter grünes Licht gegeben haben und fünf Begehungen mit Musterbeleuchtungen absolviert worden sind, so Lempe.

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