Professionelles Unterhaltungstheater setzt auf Stücke mit kriminalistischen Inhalten / Spielstätte in der Schwankhalle

Hitchcock und Fritz Langs „Spione“

Die Schauspieler Martin Leßmann (2.v.l.) und Christian Aumer als Polizisten, Christian Kaiser als flüchtender Kanadier Richard Hannay und Franziska Mencz als Reisende spielen im Hitchcock-Klassiker „Die 39 Stufen“.

Bremen - Von Nina SeegersBREMEN · „b.k.t.“ – die drei Buchstaben stehen fürs das „Bremer Kriminal Theater“, das sich von nun an im monatlichen Wechsel mit dem Trägerverein „Neugier“ den „Alten Saal“ der Schwankhalle am Buntentorsteinweg teilt. Eröffnet hat das Theater mit Hitchcocks Klassiker „Die 39 Stufen“, der noch bis Mitte Januar läuft.

Perdita Krämer, Ralf Knapp und Christian Aumer – das sind die drei Personen, die sich hinter dem neuen „Bremer Kriminal Theater“ verbergen. Sie alle bringen bereits langjährige Erfahrung im Theaterbereich als Regisseure und Schauspieler mit. Christian Aumer, der unter anderem mehrere Jahre festes Ensemblemitglied der Bremer Shakespeare Company war, erzählt: „Die Idee, ein Krimi-Theater zu eröffnen entstand eigentlich schon vor drei Jahren. Denn Krimis erfreuen sich nicht nur großer Beliebtheit, sondern haben auch eine ungeheuer große Spannbreite. Ob Edgar Wallace, Alfred Hitchcock oder Henning Mankell, der Krimi hat viele Facetten“.

Ralf Knapp, der unter anderem künstlerischer Leiter des Bremer Ensembles und des Jungen Theaters war, ergänzt: „Bis wir uns tatsächlich getraut haben, den Schritt zu wagen und wir die passenden Räumlichkeiten gefunden haben, sind noch einmal gut zwei Jahre vergangen.“

Im Frühjahr dieses Jahres stand schließlich fest, dass das „Bremer Kriminal Theater“ in den „Alten Saal“ der Schwankhalle zieht. Das „b.k.t.“ bespielt von nun an im monatlichen Wechsel mit dem Trägerverein „Neugier“ den „Alten Saal“. „Die Krimistücke, die wir in unserem Theater zeigen, sind übrigens nicht nur für Erwachsene, sondern für die ganze Familie geeignet – das war uns sehr wichtig“, sagt Regisseurin und Organisatorin Perdita Krämer.

„Die 39 Stufen“ von Alfred Hitchcock ist nun das erste Stück, das gespielt wird. Es ist die Geschichte um Richard Hannay, der fälschlicherweise eines Mordes bezichtigt wird und sich fortan auf der Flucht befindet. Ralf Knapp hat das Stück inszeniert und sagt: „Herausgekommen ist ein rasante Verwandlungskomödie, in der vier Schauspieler rund 40 Figuren spielen. Die Zuschauer erwartet eine Mischung aus Slapstick und Spannung.“

Lesungen, Theatergastspiele und andere Veranstaltungen stehen in den kommenden Wochen im „Bremer Kriminal Theater“ außerdem auf dem Plan. Ein besonderes Highlight soll die Stummfilmvorführung „Spione“ von Fritz Lang mit Livevertonung am 12. Dezember werden.

„Die 39 Stufen“ laufen bis Mitte Januar mehrmals pro Woche im „Alten Saal“ der Schwankhalle am Buntentorsteinweg 112. Die Karten kosten bis zu 24 Euro.

WWW.

bremer-kriminal-theater.de

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