Historischer Schaufelraddampfer hat neuen Heimathafen an der Schlachte

„Weserstolz“ ist Bremerin

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Dieter Stratmann (v.l.), ein Aushilfskapitän sowie Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale, vor dem Raddampfer „Weserstolz“.

Bremen - Von Viviane Reineking. Mit einem lauten Tuten und Volldampf voraus legt die neueste Errungenschaft der Reederei „Hal över“ vom Martinianleger flussaufwärts ab. Kurz zuvor hatte der historische Schaufelraddampfer „Wappen von Minden“ den neuen Namen „Weserstolz“ bekommen.

„Ein Schiff umzutaufen bringt Unglück“, sagte gestern „Hal-över“-Geschäftsführer Dieter Stratmann. Deshalb also „nur“ ein Namenswechsel. Der geht mit dem Umzug des 55,80 Meter langen und 5,10 Meter breiten Schiffes von Minden nach Bremen einher. Bis zu 200 Personen können an Bord der „Weserstolz“ gehen.

Der Flottenzuwachs hat eine bewegte Vergangenheit: Auf einer Werft in Prag 1949 gebaut und auf der Moldau als „Labe“ in Dienst gestellt, wurde das Schiff 1986 aufgrund eines Kesselschadens außer Dienst gestellt. Nach umfangreicher Restauration wurde das Schiff als „Wappen von Minden“ für Fahrten auf Weser und im Mittellandkanal eingesetzt.

Weil es dort zuletzt nicht mehr genug Geld einbrachte, hat die „Hal-över“-Reederei den Raddampfer in diesem Jahr gemeinsam mit der Nienburger Reederei „Flotte Weser“ gekauft und wird ihn nun mit dem Saisonstart am 15. Mai bei Rundfahrten auf der Weser und flussaufwärts einsetzen. „In Bremen gibt es mehr Touristen, wir denken, dass es sich hier lohnt“, ist Stratmann zuversichtlich. Weil die Mindener ob des Verkaufes traurig gewesen seien, werde das Schiff aber hin und wieder dorthin zurückkehren. Erst am Montag hatte Erwin Paschke den Raddampfer von Minden nach Bremen geholt. „Jedes Schiff ist ein bisschen anders“, sagt der erfahrene Kapitän, „aber die ‚Weserstolz‘ hält gut den Kurs.“

Für Liebhaber historischer Technik: Von der „Brücke“ gibt der Kapitän dem Maschinisten im Schiffsinneren über einen Telegraphen ein Zeichen zum Starten der Maschinen. In einem ölbefeuerten Kessel wird Dampf erzeugt, der über zwei hintereinander geschaltete Dampfzylinder die beiden Schaufelräder antreibt. Derweil genießen die Gäste die Fahrt auf einem holzbeplankten Außendeck, im Kapitäns- und Admirals-Salon sowie in der Offiziersmesse.

Rundfahrten mit dem Raddampfer gibt es ab dem 15. Mai jeden Sonntag um 14 Uhr.

www.hal-oever.de

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