„Herztage“ befassen sich mit Herzinfarkt

Wenn jede Sekunde zählt

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Unterstützen die „Herztage“: Yvonne Ransbach (v.l.), Annika Hohorst, Stefanie Bünger, Rainer Hambrecht, Michael Richartz und Frank Gerdsen.

Bremen - Von Steffen Koller. Todesursache Nummer eins in Deutschland (und Bremen) hat mächtig Aufholbedarf beim Thema Prävention: Herzkreislauferkrankungen fordern bundesweit jährlich fast 100 000 Menschenleben. Unter dem Motto „Bremen schockt!“ zeigen die Organisatoren der vierten Bremer „Herztage“ am Wochenende, was es heißt, richtig zu reagieren.

Plötzlich muss alles ganz schnell gehen: Ein Mann liegt bewusstlos auf dem Boden, Herzstillstand. Viele Passanten laufen teilnahmslos vorbei. Doch eine hilft blitzschnell und verhindert dadurch Schlimmeres. Passiert ist das Deniz Pakkan, die nicht wegsah, eingriff und durch ihr Handeln ihrem Nachbarn das Leben rettete. So wie die 18-Jährige handeln laut Schätzungen nur 15 Prozent der Bundesbürger. An diesen erschreckenden Zahlen soll sich etwas ändern, darum setzen die Organisatoren der „Herztage“ vor allem auf Information und Prävention.

Start der „Herztage“ ist am Freitag, 19. Juni, bei „Werdersports“ in der Überseestadt. Bei der „Bremer Herzolympiade“ treten ab 14 Uhr 36 Firmenteams in acht Wettbewerben gegeneinander an müssen neben Teamgeist vor allem körperliche Fitness beweisen. Damit wollen die Organisatoren zeigen, dass Präventionsarbeit trotz ihrer enormen Wichtigkeit auch Spaß machen kann. Unter dem Motto „Bremen zeigt Herz“ geht es dann am Sonnabend, 20. Juni, ab 10 Uhr im Haus Schütting am Marktplatz weiter.

Zahlreiche Infoangebote stehen den Besuchern hier zur Verfügung. So messen Mediziner unter anderem mittels Ultraschall die Durchlässigkeit der Halsschlagader und geben Tipps zu gesunder Ernährung und präventiven Maßnahmen, besonders im Grundschulalter ein oft vernachlässigter Faktor. Außerdem werden die „Herzensretter 2015“ geehrt, Menschen, die nicht zögerten und Leben retteten, wie Deniz Pakkan und Marcel Wendelken. Beide erzählen ihre persönliche Retter-Geschichte.

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen lassen sich Herzinfarkte nicht gänzlich verhindern. Wie man in solch einer Situation angemessen reagiert, wird in Trainings vor Ort geübt. „Die Kontaktscheuheut ist immer noch sehr groß“, sagte gestern Rainer Hambrecht, Vorsitzender der Stiftung „Bremer Herzen“, während eines Pressegesprächs. „Oft wissen die Menschen nicht, was sie tun sollen. Doch gar nichts zu tun, ist das Schlimmste“, machte Hambrecht klar. www.bremer-herzen.de

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