Viel Bewegung in der Bremer Innenstadt / Co-Working im Metropol-Theater

„Herbstgärten“ und Trödel-Pläne

Stichwort „Aufenthaltsqualität“: Die „City-Gärten“ auf dem Ansgarikirchhof präsentieren sich jetzt als „Herbstgärten“. City-Initiative und Ansgari-Anrainer wollen den Aufenthalt in der Bremer Innenstadt damit angenehmer machen. Die Pflanzen bleiben bis Mitte November stehen.
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Stichwort „Aufenthaltsqualität“: Die „City-Gärten“ auf dem Ansgarikirchhof präsentieren sich jetzt als „Herbstgärten“. City-Initiative und Ansgari-Anrainer wollen den Aufenthalt in der Bremer Innenstadt damit angenehmer machen. Die Pflanzen bleiben bis Mitte November stehen.

Bremen – Wohin steuert die Bremer Innenstadt? Während alle noch auf die Beantwortung der entscheidenden Frage warten – nämlich: was aus den Zech-Plänen rund ums Parkhaus Mitte wird –, gilt aktuell eine Politik der kleinen Schritte. Kleine Maßnahmen, die kurzfristig zur City-Belebung beitragen sollen, darum geht‘s.

Ein oft genanntes Stichwort in diesem Zusammenhang lautet „Aufenthaltsqualität“. Es soll wieder mehr Freude machen, sich in der Bremer Innenstadt aufzuhalten, dort zu bummeln, zu verweilen. Einen Beitrag dazu leistet einmal mehr die Einzelhändlervereinigung City-Initiative in Kooperation mit den Anliegern des Ansgarikirchhofs: Die „City-Gärten“ auf dem Ansgarikirchhof präsentieren sich jetzt als „Herbstgärten“ gleichsam im saisonalen Look.

Ein Bauerngarten mit Obstbäumen und -gehölzen, ein Garten im klassischen norddeutschen Stil mit (vom Zünsler noch verschonten) Buchsbaumkugeln und -säulen sowie ein asiatischer Garten mit Bambussträuchern – das ist die Mischung auf dem Platz zwischen Handwerkskammer und dem Damenmode-Fachgeschäft Appelrath-Cüpper. Bis Mitte November sollen die Pflanzen bleiben – und mit ihnen Sitzgelegenheiten für die kleine Pause zwischendurch. Mediterrane Pflanzen, die sich im Bremer Herbstklima wohlfühlen, ergänzen die temporären Beete.

Vermieter kommen Bremer Einzelhändlern entgegen

Seit einem Jahr ist der Kölner Modekonzern Appelrath-Cüpper im „Ansgarihaus“ an der Ecke Obernstraße/Ansgarikirchhof in der Bremer City präsent. Und das soll auch so bleiben, wie Geschäftsleiterin Edith Malik unserer Zeitung bestätigt. Der Vermieter ist dem Unternehmen bei der Miete entgegengekommen, heißt es. Die Kölner Kette befindet sich im Insolvenzverfahren in  Eigenverwaltung. Die Corona-Krise hat dem Textil-Einzelhandel besonders zugesetzt. Gegenwärtig steuert das Unternehmen mit einer Haltestellen-Plakatkampagne gegen.

Dass Vermieter Unternehmen mit Mietkostenreduzierungen helfen, dürfte mit Blick auf die City im Sinn des Senats sein. Bei der Präsentation des im August beschlossenen Aktionsprogramms Innenstadt hatte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) gesagt: „Vermieter werden sich auf sinkende Mieten und kürzere Laufzeiten einstellen müssen.“ Und: „Den Immobilieneigentümern ist es bewusst, dass sich die Zeiten geändert haben.“

Innenstadt-Co-Working im Metropol-Theater

Zugleich wird über neue Nutzungen nachgedacht – nicht nur für die Zukunft, sondern auch schon für die Gegenwart. Wenige Schritte vom City-Kern entfernt, in der Nähe von Bahnhof und Wallanlagen, gibt es zum Beispiel ein neues Co-Working-Flächenangebot – unter dem Titel „Co-Working am Wall“ sind Büros und Schreibtische in verschiedenen Konstellationen zu mieten. Wo? Jetzt kommt‘s – in den Räumen des Metropol-Theaters am Richtweg.

Singen müssen Interessenten nicht können, die Schreibtische, Rollcontainer und Aktenschränke stehen ja nicht auf der Bühne. Die 20 Räume liegen im früheren Betriebsarztzentrum. Immerhin aber benutzen die Co-Worker den Bühneneingang, um in ihre Räume zu kommen. Die günstigste Option ist ein fester Schreibtisch in einem Dreier- oder Vierer-Büro „mit ständigem Zugang, Regal, Geschäftsadresse, Internetnutzung, Küchennutzung sowie partieller Kopierer- und Scannernutzung“, so Projektleiter Julius Koppelin. „Für dieses Modell zahlt der ,Co-Worker‘ 199 Euro im Monat.“ Ein eigenes Büro mit zwei Schreibtischen kostet 449 Euro im Monat. Auch die Option „Tagesbüro“ gibt es – für zwölf Euro die Stunde, wie es heißt.

Bremer City: Grüne erörtern „Trödelmarkt im Herzen der Stadt“

Was – außer Arbeit, Kultur und Gastronomie – zieht Publikum in die City? Immer noch der Einzelhandel. Viele Menschen gehen gerne mal bummeln, schauen sich etwas Schönes an. Aber nicht alle. Manche schauen sich auch gern was Altes an.

So denken die Grünen allen Ernstes darüber nach, ein Second-Hand-Kaufhaus als (Zitat) „attraktiven Anziehungspunkt in der City“ zu etablieren. Wie (noch einmal: Zitat) „der gute alte Trödelmarkt im Herzen der Stadt zum Zukunftskaufhaus mit Gebrauchtwaren, Repair-Café, Upcycling-Workshops und nachhaltiger Gastronomie werden kann“, darüber diskutieren die Grünen-Politiker Philipp Bruck und Robert Bücking mit verschiedenen Gästen – am Mittwoch, 7. Oktober, 19 Uhr. Wer das Online-Event der Grünen-Fraktion via Videokonferenz miterleben möchte, nimmt diesen Link: https://global.gotomeeting.com/join/899610813.

Der Bremer „Wellensteyn-Store“ ist von der Knochenhauerstraße an die Obernstraße gezogen.

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