Hemelingen: 15 Bundeswehrfahrzeuge ausgebrannt

Ursache unbekannt – Staatsschutz ermittelt

15 Bundeswehrfahrzeuge sind am Sonntag auf dem Areal einer Firma im Hemelinger Hafen ausgebrannt. Die Feuerwehr verhinderte, dass die Flammen auf eine Lagerhalle übergriffen. - Foto: dpa

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Nach einem Großbrand im Gewerbegebiet im Hemelinger Hafen ermittelt jetzt der Staatsschutz. Um 3.30 Uhr waren auf dem Areal einer Firma in der Straße Zum Allerhafen am Sonntag 15 Bundeswehrlastwagen ausgebrannt. Der Sachschaden geht in die Millionen. Menschen wurden nicht verletzt. Hinweise auf einen Anschlag gab es aber zunächst nicht.

Die Bundeswehrfahrzeuge wurden bei dem zivilen Unternehmen mit Elektronik ausgerüstet. Gleich mehrere Anrufer meldeten der Feuerwehr in der Nacht „Feuerschein und eine große Rauchwolke“, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Die Einsatzkräfte rückten mit einem großen Aufgebot aus. Als sie in Hemelingen eintrafen, standen die Bundeswehrlaster in Flammen. Das Feuer drohte auf eine 1.500 Quadratmeter große Lagerhalle überzugreifen.

Die Feuerwehrleute forderten sofort Verstärkung an. 120 Kräfte kämpften mit 30 Fahrzeugen gegen die Flammen. Auch die Freiwilligen Wehren Osterholz, Arsten, Oberneuland, Lehesterdeich und Neustadt wurden auf dem 5.000 Quadratmeter großen Firmengelände eingesetzt.

Lehesterdeich und Neustadt übernahmen mit einer mobilem Leitstelle die Einsatz-Koordination. Die Freiwillige Feuerwehr Neustadt kümmerte sich zudem um Luftmessungen im Stadtgebiet durchgeführt. Ergebnis: „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.“

Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die Lagerhalle zu verhindern – und zwar durch die sogenannte Riegelstellung, die der Feuerwehrsprecher so erklärte: „Unterbinden der Wärmeübertragung durch Wärmestrahlung und Funkenflug durch den massiven Einsatz von Wasserwerfern und Strahlrohren zur Kühlung und Abschirmung.“ Gegen 6 Uhr hieß es dann: „Feuer aus!“

Anschließend begannen die Brandexperten von der Kriminalpolizei, nach Spuren zu suchen und nach der Ursache des Feuers zu suchen. Hinweise auf einen Anschlag – wie zum Beispiel ein Bekennerbrief – gab es nicht. Denkbar sei beispielsweise auch ein technischer Defekt, hieß es am Sonntag. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher. Der hinzugezogene Staatsschutz ist für Ermittlungen bei Straftaten mit politischem Hintergrund zuständig.

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