Rocker im Rotlicht

Hells Angels in Bremen: Bordell Eros 69 endgültig geschlossen

Zwei Männer von hinten mit „Hells Angels“-Lederwesten
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Die Hells Angels wurden 2013 in Bremen verboten, sollen aber nach wie vor aktiv sein(Symbolbild).

Der Bremer Senat hat ein Machtwort gesprochen: Das Bordell Eros 69 bleibt geschlossen. Ein Schlag gegen den Einfluss der Hells Angels in Bremen.

Bremen – Der Bremer Senat hat die Wiedereröffnung des umstrittenen Bordells in der Bremer Neustadt verhindert, dem Betreiber des Eros 69 mit sofortiger Wirkung die Betriebserlaubnis entzogen. Eigentlich sollte das Etablissement an der Duckwitzstraße am 28. Oktober 2021 wieder öffnen.

Motorrad- und Rockerclub:Hells Angels
Gründer:Bishop Family
Gründung: 17. März 1948, Fontana, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Hells Angels Deutschland:seit 1973

Damit ist jetzt Schluss: „Es bestand in dieser Angelegenheit von Anfang an große Einigkeit im Senat, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um Geschäfte unter Einfluss der in Bremen verbotenen Hells Angels zu verhindern“, sagte die Bremer Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt.

Bremer Senat sicher: Bordell wird von Hells Angels geführt

Auch Innensenator Ulrich Mäurer ist überzeugt: „Die Betreibergesellschaft des Bordells steht auch nach mehrfachem Wechsel der Geschäftsführung weiterhin unter dem Einfluss eines führenden Mitglieds der Hells Angels.“ Der Betrieb müsse sofort geschlossen werden.

Lange sah Kristina Vogt (Linke) keine rechtliche Handhabe, um das Bordell zu schließen. Doch die Stellungnahme der ehemaligen Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts, die als Sonderbeauftragte in dem Fall fungierte sowie neuen Erkenntnissen von Polizei und Gewerbebehörde, reichten nun als Nachweis, um die Betriebserlaubnis zu wiederrufen.

Hells Angels in Bremen: Noch immer aktiv

Die kriminelle Rockergruppe Hells Angels wurde 2013 in Bremen verboten. Dennoch ist der Club – wie in vielen deutschen Großstädten auch – nach wie vor aktiv, zeigte mit 400 Mitgliedern auch große Präsenz auf einer Hells-Angels-Beerdigung in Bremen. Anfang des Jahres gab es erste Berichte, dass die Hells Angels in Bremen wieder zurück im Rotlicht sind.

Umso erfreuter zeigten sich der Bremer Senat über die jetzige Entscheidung zum Widerruf: „Das nunmehr ein Weg gefunden wurde, eine Wiedereröffnung des Betriebs zu verhindern, begrüße ich ausdrücklich“, so Kristina Vogt. Innensenator Mäurer: „Unser aller Ziel in Bremen muss aber sein, die Machenschaften von Rockern, wo immer möglich, zu durchkreuzen.“ * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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