Bremer Künstlerin bildet Bauwerke ab

Die „Hauszeichnerin“

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Blick auf den Marktplatz: Isa Fischer im Parlamentsgebäude. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Grafik: Fotos sind allgegenwärtig – spätestens, seit Bilder auf Chips gespeichert und oft mit einem Gerät aufgenommen werden, mit dem man eigentlich telefonieren soll. Oder kann. Dem Ansehen der Fotos hat die digitale Knipserei durchaus geschadet. Von „Fotografie“ mag man ja kaum noch sprechen. . .

Hohe Wertschätzung hingegen genießt nach wie vor das von Hand gemachte Bild. Womit wir bei der „Hauszeichnerin“ wären.

Um eine „individuelle, künstlerische Darstellung von Privat- und Geschäftshäusern“ geht es der Bremer Künstlerin und Grafikerin Isa Fischer in ihrem Projekt „Hausgezeichnet“. „Nahezu jeden Tag entsteht bei mir eine Zeichnung“, schreibt sie auf ihrer Internetseite. „So wird Bremen nach und nach in meinen Skizzenbüchern und auf Aquarellpapier verewigt.“

DKV-Direktor Sven Beyer mit der Bremer Künstlerin und Grafikerin Isa Fischer – und Fischers Bild von der DKV-Residenz (Am Wandrahm 40–43).

Fischer liebt die Häuser und Hafenanlagen ihrer Stadt. 100 Bremer Häuser, zumeist öffentliche Gebäude, will sie in dem Projekt „Hausgezeichnet“ darstellen – bis zum Frühjahr und in der Regel mit Tusche gezeichnet und aquarelliert. Auch private Institutionen und Personen können ihre Häuser von der Künstlerin zeichnen lassen, die bereits Memo-Spiele mit Bürgerpark- und Hafenmotiven gestaltet hat.

Für ihr Projekt hat sie sich auch das eine oder andere Mal ins Haus der Bürgerschaft gesetzt, dessen Panoramafenster prächtige Blicke auf markante und herausragende bremische Bauten erlauben – Rathaus, Haus Schütting. Die Parlamentsverwaltung berichtet auf ihrer „Facebook“-Seite darüber.

Dieser Tage hatte die „Hauszeichnerin“ zudem einen Termin in der DKV-Residenz in der Contrescarpe, (Am Wandrahm 40–43). Dort wurde eine ihrer „Hauszeichnungen“ enthüllt, und sie zeigt – wie zu erahnen ist – den Ort des Geschehens. „Wir sind stolz, dass die DKV-Residenz das erste private Gebäude ist, das im Rahmen dieses Projektes gezeichnet wurde“, sagte DKV-Direktor Sven Beyer.

Zur Straße Am Wand rahm hat Isa Fischer übrigens einen persönlichen Bezug – als dort noch die Hochschule für Künste zu finden war, hatte Fischer dort Grafik-Design und freie Kunst studiert.

· Erotik I: „233 Fifth Avenue, New York, NY 10016.“ Diese Adresse hat ein Museum in einer Stadt, der es an Museen wahrlich nicht mangelt – das „Museum of Sex“ an der Fifth Avenue in New York. Und genau dort kommen nun Produkte aus Bremen zu musealen Ehren. Produkte des Bremer Sexspielzeug-Herstellers „Fun Factory“, um genau zu sein.

Ab Freitag, 1. Februar, zeigen die New Yorker für einen Monat Sexspielzeuge der Bremer, darunter einen mit dem begehrten „Good Design Award“ ausgezeichneten Dildo, den der New Yorker Star-Designer Karim Rashid gestaltet hat. Rashid wird am 1. Februar auch zur Vernissage erwartet, sagt eine Unternehmenssprecherin.

Das „Museum of Sex“ – untergebracht auf zwei Etagen eines ehemaligen Bordells, das aus dem 19. Jahrhundert stammte – beschäftigt sich mit Geschichte und Entwicklung der menschlichen Sexualität.

· Erotik II: Als „dramatisch-humorvolles Ringen zwischen Frau und Mann“ will Benedikt Vermeer vom Literaturkeller jene Fassung der „Venus im Pelz“ verstanden wissen, die er gemeinsam mit Gala Z auf Bremens wohl kleinste Bühne an der Schildstraße 21 bringt.

Das Original, die Novelle von Leopold von Sacher-Masoch, sei „vor 100 Jahren noch ein gesellschaftlicher Skandal“ gewesen, so Vermeer – und „heute ein prickelndes Vergnügen der poetischen Art“. Regie: Anatolij Leduchovskij. Aufführungstermine: Montag bis Mittwoch, 11. bis 13. Februar. Beginn ist jeweils am Abend um 20 Uhr.

http://www.isafischer.de

http://www.hausgezeichnet.info

http://www.museumofsex.com

http://www.literaturkeller-bremen.de

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