Hausdurchsuchungen in Bremen 

Trio täuscht 39 Notrufe vor 

Bremen - In wenigstens 39 Fällen sollen drei Bremer von September 2016 bis heute Notrufe vorgetäuscht und damit Polizeieinsätze ausgelöst haben. Jetzt hat die Polizei die Tatverdächtigen in Bremen-Osterholz gefunden. 

Am Donnerstagmorgen erhielten zwei Frauen und ein Mann im Alter zwischen 18 und 22 Jahren Besuch von der Polizei. Auf einen richterlichen Beschluss hin durchsuchte eine Spezialeinheit der Bremer Polizei zeitgleich die Wohnungen des Trios nach Mobiltelefonen und SIM-Karten, die für die Taten genutzt wurden. 

Die jungen Leute werden verdächtigt, im vergangenen Dreivierteljahr wenigstens 39 Einsätze für Polizei und Feuerwehr ausgelöst zu haben, indem sie am Telefon Notfälle oder Straftaten vortäuschten. Bei etlichen „Fake-Anrufen" wurde eine Vielzahl von Einsatzkräften der Polizei, Feuerwehr und den Rettungsdiensten gebunden, die dann für mögliche echte Einsätze nicht mehr zur Verfügung standen.

Jetzt konnten die Tatverdächtigen ermittelt werden. Auf sie wartet ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen des Missbrauchs von Notrufen nach Paragraf 145 und Vortäuschen einer Straftat nach Paragraf 145d des Strafgesetzbuches. Die Strafandrohung liegt in einem Fall bis zu einem und bei dem anderen bis zu drei Jahren Gefängnis.

jom

Rubriklistenbild: © dpa

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