Hans Klok im Musicaltheater

Verträumte Illusionen, actiongeladene Stunts

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Hans Klok bei der spektakulären Unterwasser-Entfesselung.

Bremen - Von Isabel Niesmann. Gefesselt, unter Wasser, in einer abgeschlossenen Kiste – als der Entfesselungskünstler und Illusionist Harald Houdini sich daraus vor etwa 100 Jahren befreite, machte ihn das legendär.

Hans Klok tat es seinem großen Vorbild nun nach. Auch er begab sich in Lebensgefahr, hielt zwei Minuten die Luft an und entkam der spektakulären Unterwasser-Fesselung. Im Rahmen seiner „The New Houdini Tour“ war der „schnellste Magier der Welt“ am Wochenende für insgesamt fünf Aufritte im Bremer Musicaltheater am Richtweg zu Gast. Seit Herbst ist Klok damit in 40 Städten unterwegs und feiert weltweit Erfolge. Gemäß dem Titel der Tour waren die zweieinhalb Stunden Show eine Hommage an Houdini, den größten Magier aller Zeiten.

Die Stunts, Illusionen und Tricks seien für ihn aber nicht das schwierigste an diesem Abend, so Klok. „Die größte Herausforderung ist für mich die Sprache. Ich rede Deutsch wie Rudi Carrell, aber ich sehe aus wie Linda de Mol“, scherzte der Niederländer selbstironisch, der seine glitzernden Kostüme mehrfach wechselte und sich ständig durch die wasserstoffblonden Haare fuhr.

Der Abend voller Magie begann verträumt mit anmutigen Tänzen zu kraftvoller Instrumentalmusik und Klok, der aus Lichtpunkten verschiedene Motive erschuf. Später verwandelte er eine Fackel in eine Rose und aus einem Glas Milch wurde Konfetti. Beim Lieblingstrick des 46-Jährigen schwebte eine geheimnisvolle Glühbirne brennend durch den Raum und über den Köpfen der Zuschauer. Als einziger Magier auf der Welt beherrscht Klok diese Illusion, die ihm sein enger Freund, der amerikanische Magier Harry Blackstone Junior kurz vor seinem Tod verriet.

Gefährlich ging es bei der „Kralle des Todes“ zu, bei der Klok kopfüber in einer Zwangsjacke an einem brennenden Seil hing – und sich dann aus der Jacke befreite.

Der Illusionist agierte nicht als Alleinunterhalter, sondern integrierte hochklassige Varietékünstler aus der ganzen Welt in sein ohnehin internationales Team. Eine chinesische Seiltänzerin beeindruckte ebenso mit unglaublicher Körperbeherrschung wie eine afrikanische Schlangenfrau, eine russische Hula-Hoop-Tänzerin und ein ukrainisches Tanzpaar.

Nicht nur im Finale zerteilte Klok der Reihe nach schöne Frauen in mehrere Stücke, durchbohrte sie mit Dolchen oder ließ sie ganz verschwinden, um sie dann ganz und oft an einem anderen wieder Ort wieder auftauchen zu lassen. Der „schnellste Magier der Welt“, der „niederländische Houdini“ – er jagte in einem atemberaubenden Tempo von einem Trick zum nächsten.

Dazu Dramatik, Witz, Charme und Spannung, der man sich nicht entziehen konnte. So entstand eine rasante Mischung aus kleinen und zarten Illusionen, krachenden und actiongeladenen Stunts sowie großen und spektakulären Tricks auf allerhöchstem Niveau.

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