Talkrunde mit Gründern und Lehrlingen

„Handwerksshow“ mit Ex-„Bachelor“ Jan Kralitschka im Weserpark

TV-Bachelor Jan Kralitschka kommt zur „Handwerksshow“ und will sich unter anderem im Sägen behaupten. - Foto: Get People

Bremen - Dem Handwerk mangelt es an Nachwuchs, dabei ist das Spektrum der Berufe breitgefächert: Jugendliche können zwischen 130 verschiedenen Ausbildungsberufen wählen. Rund 30 davon können am Freitag, von 13.15 bis 20 Uhr bei der „Handwerksshow 2017“ im Einkaufszentrum Weserpark am Bremer (Hans-Bredow-Straße) ausprobiert werden.

Die Handwerkskammer lädt Schüler sowie ihre Eltern zu einem umfassenden Programm mit Workshops, Mitmachaktionen, Entertainment und direkten Firmenkontakten ein. Bereits am Vormittag versammeln sich rund 1.500 Jugendliche beim Schüler-Berufsorientierungskongress, um sich mit jungen Handwerkern auszutauschen. Die Begrüßung übernimmt Wirtschaftssenator Martin Günthner, Bildungssenatorin Claudia Bogedan (beide SPD) stellt sich den Fragen der Schüler in einer Talkrunde. „Ich freue mich, dass das Handwerk seine Stärken während der ,Handwerksshow’ präsentieren kann“, betonte Bogedan im Vorfeld. 

Handwerksberufe seien interessant und modern. Bogedan: „Der Schornsteinfeger kommt mit dem Laptop ins Haus, die Feinmechanikerin fertigt Roboter-Werkzeuge, und auch der Bäcker muss sich häufig mit softwaregesteuerten Maschinen auskennen. Die Qualität des Handwerks steht und fällt mit der Qualität seiner Ausbildung. Dabei können alle eine Chance bekommen. Praktisch begabte junge Menschen sind und bleiben besonders wichtig.“ Insgesamt habe die duale Ausbildung weltweit einen hervorragenden Ruf, so die Senatorin.

Auch Günthner hob die Chancen des Handwerks für Schulabgänger hervor. Mehr als zehn Prozent aller bremischen Auszubildenden lernten ein Handwerk. Die Berufe böten „hervorragende Zukunftsperspektiven“. Bei der „Handwerksshow“ gebe es die gute Gelegenheit, direkt in die Berufe hineinzuschnuppern.

Wettsägen mit jungen Werder-Spielern

Die Veranstaltung setze ein klares Zeichen für die Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung und der akademischen Ausbildung, sagte Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführerin Martina Jungclaus. Das Handwerk sei auch für Abiturienten interessant, die bis jetzt eher ein Studium ins Auge gefasst hätten. „Die vielfältigen Berufe bieten sehr moderne Tätigkeitsfelder und auch die Möglichkeit, sich zügig selbstständig zu machen“, so Jungclaus. Die Verdienstmöglichkeiten eines Meisterberufs seien gleichwertig mit denen vieler Akademiker.

Neben den Infos und Workshops wird morgen ein buntes Bühnenprogramm angeboten, unter anderem eine Styling-Show mit TV-Bachelor Jan Kralitschka und eine Schüler-Talkrunde mit jungen Gründern und Lehrlingen. Um 12.45 Uhr gibt es ein Wettsägen mit den jungen Werder-Spielern Niklas Schmidt, Jesper Verlaat und Philipp Eggersglüß sowie dem Bachelor Jan Kralitschka. gn

www.die-handwerksshow.de

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