Handelskammer: Weihnachtsgeschäft in Bremen zufriedenstellend / Guter Umsatz rund ums Thema Kochen

Wintermode als Ladenhüter

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Die Bremer Einzelhändler sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Ladenhüter waren, man ahnt es, bei Frühlingstemperaturen Wintersachen.

Bremen - Das Weihnachtsgeschäft ist aus Sicht des Bremer Einzelhandels insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Das hat eine Blitzumfrage der Handelskammer ergeben. Karsten Nowak, Leiter des Geschäftsbereichs Einzelhandel, Tourismus, Recht der Handelskammer: „Wegen der deutlich zu milden Wetterlage dürfte der Textilhandel allerdings nicht die angestrebten Umsätze erreicht haben. Wintermode und warme Kleidung waren deutlich weniger nachgefragt als in den vergangenen Jahren.“ Kurz: Winterbekleidung war der Ladenhüter.

Für die Kunden bedeutete dies, dass bereits sehr frühzeitig erhebliche Preisnachlässe angeboten wurden, wie es heißt. „Zum Teil haben einzelne Geschäfte bereits vor rund zwei Wochen Rabatte von 20 bis 30 Prozent eingeräumt und deutliche Reduzierungen vorgenommen“, so Nowak. Über die Textilien hinaus habe dies auch für Accessoires wie Mützen, Handschuhe oder Stiefel gegolten. Die wichtigsten Artikel im Weihnachtsgeschäft waren laut Kammer auch in diesem Jahr Spielwaren, Uhren, Schmuck, Kosmetik, Parfümerieartikel und Bücher. Ebenso erfreuten sich Elektroartikel, Handys und Tablets unverändert großer Beliebtheit. Weiter steigend ist auch der Trend für Spielwaren, die mit dem Handy oder dem Computer vernetzt werden können, „Smart Living“ lässt grüßen. Beliebt waren den Angaben zufolge auch Spielflugzeuge und -fahrzeuge, die mit dem Smartphone zu steuern sind.

Nowak: „Überraschend gut war in diesem Jahr der Umsatz rund um das Thema Kochen. Hochwertige Küchenaccessoires und hochwertige Küchengeräte fanden besonderen Zuspruch.“ Ein Comeback feierten laut Nowak auch Präsentkörbe.

Insgesamt stellt die Handelskammer fest, dass sich das Weihnachtsgeschäft, das sich traditionell auf die Monate November und Dezember konzentriert, immer weiter nach hinten verschiebt. „In den Innenstädten gab es in diesem Jahr einen Endspurt, der kurz vor Weihnachten für rege Nachfrage sorgte“, sagte Nowak: In der Tat, in den vergangenen Tagen war die City voll. Zusammen mit dem Weihnachtsmarkt, so Nowak, habe sich die Innenstadt in einem „attraktiven weihnachtlichen Gesamtbild“ gezeigt. Wie berichtet, hatte eine Umfrage verschiedener Partner, darunter auch die Handelskammer, ergeben, dass der Weihnachtsmarkt rund 2,9 Millionen Besuchern und der „Schlachte-Zauber“ 1,2 Millionen angezogen hat.

Mit zwölf Prozent Marktanteil am Weihnachtsgeschäft, so Nowak, bleibt der Internethandel auch im Weihnachtsgeschäft von Bedeutung: „Die Auswirkungen des Online-Handels sind aber je nach Branche sehr unterschiedlich ausgeprägt.“ Zudem gebe es längst umfangreiche Synergien zwischen den stationären Angeboten und dem Internethandel, sieht der Einzelhandels-Experte die Zukunft nicht ganz so schwarz.

gn

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