Herkünften und Identitäten auf der Spur: Übersee-Museum präsentiert interkulturelle Schülerarbeiten

Der Halbmond in Thedinghausen

Schüler des Schulzentrums Schaumburger Straße bei der Arbeit. Sie kombinierten Collagen und weitere Elemente zu einer Kunstinstallation.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Was ist Glück? Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine philosophische Frage. Mögliche Antworten finden sich in symbolischen Schatzkästchen, die sich an einer Wand aufklappen lassen: „Schokolade.“ – „Zuhause.“ – „Freundschaft.“

Im Übersee-Museum präsentierten gestern 130 Mädchen und Jungen, was sie im zu Ende gehenden Schulhalbjahr im Rahmen des interkulturellen Jugendprojekts „FIES“ erarbeitet haben. Die Abkürzung steht für „Forschen in eigener Sache“. Im und mit dem Museum, so die Idee, sollen junge Menschen sich mit Herkunft und Heimat, mit der eigenen und mit fremden Kulturen ausein andersetzen. Dafür gibt es überregionale Anerkennung. Im Januar erst war „FIES“ ein „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“.

Die gestern präsentierten Arbeiten kreisen um das Thema „Spuren suchen – Identitäten finden“. Installationen und Inszenierungen, Ausstellungen, Zeitschriften und Filme sind entstanden. Das Spektrum der Idee spiegelt kulturelle Vielfalt wider:

· „Mythos Tier“ heißt der Beitrag der Klasse 8 a der Gesamtschule Bremen-West. Welche Bedeutung haben Tiere in verschiedenen Kulturen? In einer Zeitschrift stellen die Schüler „neun Tiere und ihre spannenden Mythen“ vor.

· Mit den zusammenhängenden Begriffen „Heimat – Zuhause – Daheim“ beschäftigten sich Neuntklässler des Schulzentrums Schaumburger Straße. Sie kombinierten Fotos aus dem Museum und von zu Hause mitgebrachte Gegenstände in einer Reihe spannungsvoller Collagen.

· „Heimat. Oder: Wie der Halbmond nach Thedinghausen kam“ – so heißt ein Film der Klasse 8 c der Oberschule an der Helgolander Straße: „Wir erzählen die Geschichte eines türkischen Mädchens, das vor 150 Jahren vom Schwarzen Meer nach Norddeutschland gekommen war.“

· Die Frage „Was ist eigentlich Glück?“ stellte sich die Klasse 8 a der Wilhelm-Focke-Oberschule in Horn. Hier geht es um Glückssymbole, Glücksbringer und Aberglauben in unterschiedlichen Kulturen.

· „Vielfältiges Asien“ – das ist der Titel einer Internetseite, die die Klasse 7 b des Schulzentrums an der Julius-Brecht-Allee gestaltet hat. Sushi, chinesische Schuhe, indischer Sari, Regenwald – diese Themen suchten die Schüler sich dafür aus: „Wir haben im Museum recherchiert und mit Experten gesprochen.“

· Die Klasse 9 b der Roland-zu-Bremen-Oberschule in Huchting hat ein Theaterstück erarbeitet. Es heißt „Irgendwo zwischen Deutschland und Türkei“. Darin geht es unter anderem „um die ostfriesische und türkische Teekultur und um die Unterschiede bei deutschen und türkischen Hochzeiten“.

Das Übersee-Museum stellt all die Ergebnisse der Projekte dieser „FIES“-Saison jetzt aus. Die Schau ist bis zum 15. August zu sehen.

WWW.

uebersee-museum.de/fies

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