„Emotion 24“ dreht Globalisierung um / Whirlpool-Fertigung in Hemelingen

Vom Händler zum Hersteller

„Emotion“-Geschäftsführer Keywan Salehi verkauft Badmöbel und Whirlpools über das Internet. ·

Bremen - Von Ilka Langkowski„Als uns Chinesen sagten: ‚Wenn Du glaubst, dass Du es besser machen kannst, dann mach es doch’, haben wir es einfach gemacht“, erzählt Keywan Salehi, Inhaber des Badmöbelhändlers „Emotion 24“.

Eine gute Adresse Am Wall, ein Showroom mit edlen Badmöbeln, ein engagiertes Team – das ist eines der Rezepte, mit denen die Emotion Warenhandels GmbH, kurz „Emotion 24“, erfolgreich arbeitet. Mit der Idee, Badmöbel über das Internet zu verkaufen, habe man eine Marktlücke getroffen, sagt Salehi. Online kann man bei „Emotion 24“ Möbel und Ausstattungen für große Bäder oder kleinste Gäste-WCs konfigurieren.

Angefangen hat alles mit zwei Containern mit Badmöbeln aus einer Insolvenzmasse, die im Hamburger Hafen festsaßen. „Die haben wir aufgekauft und über Internetmarktplätze verkauft“, sagt der Geschäftsführer. 2009 habe man sich bereits vom Markt abgehoben und sei noch besser geworden, sagt Salehi. Daraus ist die Idee zur eigenen Produktion gewachsen und 2010 die eigene Whirlpool-Fertigung mit Endmontage angelaufen. „So hatten wir die volle Wertschöpfungskette und kaufen dort, wo die Ware gut ist.“

„Emotion 24“ legte ein rasantes Wachstum hin: 400 Prozent im Jahr 2009, 160 Prozent 2010 und voraussichtlich über 25 Prozent in diesem Jahr. Zum Herbst wird eine eigene Produktionshalle an der Hansalinie gebaut. Die Investitionssumme beträgt etwa 4,2 Millionen Euro, inklusive Maschinen. Neben Deutschland ist „Emotion 24“ auch in Frankreich und in Großbritannien aktiv. Der neue Produktionsort in Hemelingen soll auf 13 000 Quadratmetern mit 6 000 Quadratmetern Nutzfläche eine Whirlpoolfertigung, eine „Just-in-Time-Produktion“ sowie das notwendige Logistikgefüge für ein industrielles Niveau beherbergen.

„Wir drehen Globalisierung um“, sagt Salehi. „Der Zug der nach China gefahren ist, solle nach Bremen zurückfahren.“ Zu den 13 Vollzeitstellen in Deutschland und dreien in China, sollen 2012 acht bis zehn weitere kommen.

Trotz des Erfolges und der Auszeichnung mit dem Gründerpreis der Bremer Wirtschaftsförderer sei man auf keinem Höhenflug. „Da steckt viel harte Arbeit drin“, sagt Salehi, „aber es macht Spaß, und ich würde es jederzeit wieder tun.“ Unterstützung erfuhr Salehi durch seinen Chef Klaus Entelmann, Gesellschafter von „Hanseat“, bei dem der heutige Jungunternehmer Salehi während seiner Studienzeit ein Praktikum absolvierte. Bereits davor ist Salehi selbstständig gewesen und hat Kontakte nach China gehabt. Rat und Einblicke in gereifte Firmenstrukturen erhielt er durch den erfahrenen Unternehmer, der auch in Verhandlungen mit den Banken half.

„Wir haben Innovationskraft und immer neue

Ideen zu verwirklichen. Die Mitarbeiter sehen ja, wie sich das Geschäft entwickelt und geben jeden Tag 100 Prozent und mehr“, sagt Saheli.

http://www.emotion-24.de

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