„Kaktus-Pitch“ gewinnt Wettbewerb

„Hackathon“: 48 Stunden lang Industrie 4.0

Die Suche nach digitalen Lösungen innerhalb von 48 Stunden – das ist der „Hackathon Bremen“. J Foto: Fridolin Bach/Encoway
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Die Suche nach digitalen Lösungen innerhalb von 48 Stunden – das ist der „Hackathon Bremen“.

Bremen - Innerhalb von 48 Stunden digitale Protoypen im industriellen Umfeld zu entwickeln – das war die Aufgabe beim „Hackathon“. Eingeladen hatte „Encoway“, rund 100 IT-Begeisterte und Experten stellten sich der Konkurrenz im „Kraftwerk City Accelerator“ Bremen.

„Hackathons“ entstammen der IT-Szene. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums entstehen zumeist digitale Lösungen zu einem vorab festgelegten Thema. „Es ist die Begeisterung für konkrete Lösungen, welche die Teilnehmer antreibt, und das gefällt uns“, sagte der Gesellschafter von Software-Anbieter „Encoway“, Klaas Nebuhr.

Beim „Industrie-4.0-Hackathon“ dürfen die Teams entweder selbst entscheiden, welche Ideen sie verfolgen, oder sie akzeptieren die Aufgaben von Sponsoren, die zusätzliche Preise ausloben. Gleich mehrere Teams befassten sich mit einer Aufgabe aus der modernen Logistik. Am Beispiel eines Gabelstaplers programmierten sie Lösungen, die neben Lokalisation und Bewegung des Geräts auch dessen Auslastung digital protokolliert sowie übermittelt – ein Zusammenspiel aus Bewegungssensoren und entsprechender Software.

Dass es auch spielerisch geht, zeigte ein Team am Kickertisch. „Dieses Projekt steht für scheinbar profane Problemstellungen, die im Ergebnis hohes Potenzial besitzen“, so Nebuhr. „Machine Learning“ lautet hier das Zauberwort: Anhand der Akustik erkennt die Anwendung, für welches Team ein Tor gefallen ist und zeigt den aktuellen Spielstand in einer App. Das lernfähige System könnte die Betriebssicherheit maschineller Prozesse etwa in Fabrikhallen erhöhen, heißt es.

Außer Konkurrenz gestartet, präsentierten sie ihre Lösung als die ersten – und waren schließlich die überraschenden Gewinner: das Projekt „The Plant“ der Oberstufenschüler der Gesamtschule Bremen-Ost und des Schulzentrums Grenzstraße. Ausgangspunkt: ein Kaktus. Aufgabenstellung: die Versorgung einer Pflanze mit Licht und Wasser. Die Lösung: Über einen Sensor sendet „The Plant“ Daten an einen Server, die sich über eine eigene Website abrufen lassen. So ist der Pflanzenbesitzer stets in der Lage, die Werte seiner Gewächse direkt einzusehen. Wenn gewünscht, sendet eine Newsfunktion Neuigkeiten. „Mir imponierte die Cleverness der Lösung sowie die Kommunikationsstärke des Teams insbesondere während des Pitches“, zeigte sich Nebuhr beeindruckt. Der Hauptgewinn in der Kategorie „Best Pitch“ in Höhe von 1000 Euro ging damit an die jüngsten Teilnehmer der Veranstaltung. 

sk

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