Gymnasiasten arbeiten an der Bremer Uni

Labor statt Klassenzimmer

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Blick durch die Mikroumformmaschine: Malte Haßler (v.l.), Jan Plieth, Bias-Mitarbeiter Hendrik Tetzel und die studentische Hilfskraft Annika Bohlen.

Bremen - Einen ersten Einblick in den Alltag von Wissenschaftlern haben vier Schüler des Gymnasiums Horn beim Sonderforschungsbereich (SFB) 747 Mikrokaltumformen der Uni erhalten. Beim Mikrokaltumformen handelt es sich um Verfahren, die unter anderem bei der Produktion von metallischen Mikrokomponenten für Smartphones, Hörgeräte und die Automobilindustrie eingesetzt werden.

Die Gymnasiasten haben auf Initiative ihrer Lehrerin Dr. Ildikó Székely-Loop seit Schuljahresbeginn in den Laboren des Bremer Instituts für Angewandte Strahltechnik (Bias) an ihren Facharbeiten gearbeitet. Betreut wurden sie dabei im Rahmen des Nachwuchsförderungsprojekts „Mikromal“ des SFB.

Julia Noël und Wiebke Rosebrock haben sich mit der laserchemischen Mikrostrukturierung von Metallen auseinandergesetzt. Dabei geht es darum, komplexe geometrische Strukturen mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter in Metall zu ätzen. Ihre Forschungen drehten sich insbesondere um die Produktion sechseckiger Mikroumformwerkzeuge aus Chromstahl. Die Schülerinnen werteten mithilfe einer Software die Welligkeit der Mikroumformwerkzeuge in Abhängigkeit von der jeweiligen Bearbeitungsstrategie aus. Ihre Ergebnisse werden nach Uni-Angaben in mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen einfließen.

Malte Haßler und Jan Plieth haben sich mit der Genauigkeit der Steuerung einer Mikroumformmaschine beschäftigt und dazu das Prinzip der Massenträgheit genutzt. Die Mikroumformmaschine wird im Rahmen des SFB zur Herstellung von sehr kleinen metallischen Näpfen mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter eingesetzt.

vr

www.mikromal.de

www.sfb747.uni-bremen.de

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