Für ein gutes Zusammenleben

„Nacht der Jugend“ im Bremer Rathaus

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Freuen sich auf die „Nacht der Jugend“ im Bremer Rathaus: Bürgermeister Carsten Sieling (v.l.), Insa Junge, Derya Keyssler und Mirjam Hafner.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Die „Nacht der Jugend“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wann, wenn nicht jetzt?“ und findet morgen, Mittwoch, im Rathaus statt. Dazu öffnen sich die Türen des historischen Gebäudes um 18 Uhr. Auf dem Programm stehen Musik, Theater, Tanz, Gesprächsrunden und Theater. Der Eintritt ist frei.

Die zentrale Botschaft der „Nacht der Jugend“ – es ist bereits die 20. – ist das Gegenstück von Diskriminierung und Verfolgung. „Sie setzt sich für ein gutes Zusammenleben ein und richtet sich gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Terror und Gewalt“, sagte im Vorfeld der Veranstaltung Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Rund 400 Jugendliche bereiten das Programm das ganze Jahr über vor, darunter sind Schülergruppen und -firmen ebenso wie Vereine.

Die „Nacht der Jugend“ erinnert an die Verbrechen der NS-Zeit und die Reichspogromnacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte, Wohnungen wurden demoliert, Juden misshandelt, inhaftiert und getötet.

Von Beginn an bei der „Nacht der Jugend“ dabei war Helmut Hafner aus der Senatskanzlei, der vor wenigen Wochen in den Ruhestand gegangen ist und sich jetzt aus der Organisation zurückzieht. Zum Vorbereitungsteam gehören nun seine Tochter Mirjam Hafner, Derya Keyssler und Lena Kemker sowie Insa Junge (Senatskanzlei). Hafner betonte, wie wichtig das Erinnern auch heute sei. Demokratie sei nicht selbstverständlich, Menschenrechte seien immer wieder bedroht. Zudem gehe es um Wertschätzung.

Ehrengast in diesem Jahr ist Dani Goren. Er ist 92 Jahre alt und lebt in Haifa (Israel). Er hat die Pogromnacht in Deutschland überlebt. Goren spricht zur Eröffnung um 18.30 Uhr. Mit dabei morgen sind unter anderem der Radio-DJ Stunnah und der deutsch-türkische Kabarettist Muhsin Omurca. Für 19.30 Uhr ist eine Gesprächsrunde zum Motto „Wann, wenn nicht jetzt?“ im Kaminsaal geplant.

www.nachtderjugend.de

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