Verstöße gegen Corona-Regeln

Party-Wahn nach Lockerungen: Polizei im Dauereinsatz

Zwei Polizisten des Kommunikationsteams der Bremer Polizei gehen in Bremens Kneipenmeile Streife.
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Vor allem im Viertel, am Osterdeich und an der Schlachte in Bremen war die Polizei wie angekündigt präsent und hatte wieder alle Hände voll zu tun.

Gutes Wetter und Corona-Lockerungen ziehen in der Nacht viele Menschen an beliebte Orte und Plätze. Die Polizei in Bremen und Hamburg hat gut zu tun.

Bremen/Hamburg – Gut zu tun für die Polizei in Bremen und Hamburg: Das gute Wetter und die weiteren Lockerungen in Sachen Corona für die Gastronomie sorgten am Freitagabend, 11. Juni 2021, und in der Nacht für viel Trubel an beliebten Orten und Plätzen. In Bremen war die Polizei vor allen Dingen im Viertel, am Osterdeich und an der Schlachte wie angekündigt präsent und hatte alle Hände voll zu tun. Auch in Hamburg hatte die Polizei viel zu tun, wenngleich nicht ganz so viel wie am vergangenen Wochenende.

Stadt im Land Bremen:Bremen
Fläche:325,56 Quadratkilometer
Einwohner:567.559 (Stand: 31. Dezember 2019)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte (SPD)

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich wieder viele Menschen im Freien oder nutzten gastronomische Angebote. An der Schlachte, im Viertel und am Osterdeich in Bremen stellten die eigens eingesetzten Polizisten erneut Corona-Verstöße fest, hier auch gegen die Sperrzeit. Bis Mitternacht klärte die Polizei vor Ort über die Neuerungen der Allgemeinverfügung auf und verteilte Flyer mit den Änderungen.

Gutes Wetter und Corona-Lockerungen: Bußgelder zwischen 300 Euro und 2000 Euro ausgesprochen

Einige Viertel- und Schlachtebesucher hielten sich dennoch nicht an das Alkoholverbot außerhalb von Gaststätten zwischen 1:00 und 6:00 Uhr. Unbelehrbaren wird die Flasche Bier nach 1:00 Uhr nun teuer zu stehen kommen. Die Einsatzkräfte fertigten 45 Anzeigen an, es werden Bußgelder zwischen 300 Euro und 2000 Euro fällig.

Bis zu 1000 vorwiegend junge Menschen feierten auf den Osterdeichwiesen, der Schlachte und rund um die Sielwallkreuzung. Mit zunehmendem Alkoholkonsum fielen die Hemmungen und die Polizei musste bei mehreren Auseinandersetzungen einschreiten. Eine sich anbahnende Prügelei zwischen 40 bis 50 Personen am Sielwall konnte mit starken Polizeikräften verhindert werden. Weiter nahm die Polizei diverse Raub- und Diebstahlsdelikte auf.

Gutes Wetter und Corona-Lockerungen: Beleidigungen und Flaschenwürfe auf Polizisten

Es kam dabei zu Beleidigungen der Einsatzkräfte und vereinzelten Flaschenwürfen gegen einschreitende Beamte. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch. Der hinterlassene Müll und zerstörte Glasflaschen machten am Ende der Nacht wieder eine außerplanmäßige Reinigung der Bremer Entsorgungsbetriebe erforderlich.

Neben dieser Einsatzlage hatte die Polizei auch viel zu tun. Von 20:00 Uhr bis 4:00 Uhr mussten Streifenwagen zu mehr als 180 Einsätzen ausrücken, darunter Körperverletzungen, in einem Fall mit Widerstandshandlungen und einem dabei verletzten Polizisten. Auch am vergangenen Wochenende hatte die Polizei in Bremen viel zu tun. So kam es zu einer Messerstecherei in einer Straßenbahn*.

Stadtpark: Hamburger Polizei hat viel zu tun, es bleibt aber verhältnismäßig ruhig

Auch in Hamburg hatte die Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag alle Hände voll zu tun. Mit einer großen Anzahl an Kräften kontrollierten die Ordnungshüter im Hamburger Stadtgebiet. Zu größeren Einsätzen sei es allerdings nicht gekommen, sagte ein Sprecher des Polizei-Lagedienstes der Hamburger Morgenpost. Nirgends sei es zu etwas ähnlichem wie Flaschenwürfen gekommen. Es sei alles im Rahmen des Normalen geblieben.

Brechend voll sei der Stadtpark gewesen, überall hätten sich kleinere und größere Gruppen versammelt. Dennoch blieb in der Hansestadt alles relativ ruhig. Laut Polizei hätte sich dieses Bild in der ganzen Stadt so gezeigt: Es sei viel los gewesen, aber es kam weder zu eskalierenden Szenen noch zu größeren Verstößen gegen die Corona-Regeln.

Ganz im Gegensatz zum vergangenen Donnerstag, als die Polizei am Winterhuder-Kai in Hamburg eine Party mit 200 Personen sprengen musste*. Zwei Jugendliche landeten an diesem Abend in einer Arrestzelle. Am vergangenen Wochenende, 5. bis 7. Juni 2021, musste die Polizei sogar mit einem Wasserwerfer anrücken*, um die Partymeute zu bändigen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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