Gütesiegel aus Niedersachsen

Auszeichnung für das Bremer Focke-Museum

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Frauke von der Haar – mit gelbem Blazer und großem „M“ – freut sich über das Siegel. Die Direktorin des Bremer Focke-Museums nahm die Auszeichnung in Hannover entgegen. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Freude im Focke-Museum – das Haus an der Schwachhauser Heerstraße ist mit dem „Museumsgütesiegel Niedersachsen und Bremen“ ausgezeichnet worden. Direktorin Dr. Frauke von der Haar nahm die entsprechende Urkunde jetzt bei einem Festakt in Hannover entgegen.

Seit nunmehr elf Jahren zeichnen das Land Niedersachsen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und der Museumsverband Niedersachsen und Bremen Häuser, die „die Standards des Deutschen Museumsbundes in vorbildlicher Weise umsetzen“, mit dem Siegel aus.

Neben dem Focke-Museum erhielten acht weitere Einrichtungen die Auszeichnung. Das Bremer Landesmuseum ist nun – nach dem Gerhard-Marcks-Haus – das zweite Bremer Museum mit diesem Siegel.

„Mit dem Gütesiegel wird die Qualität unserer täglichen Arbeit auch nach außen sichtbar“, freut sich Direktorin von der Haar über die Anerkennung. Das Siegel ist sieben Jahre gültig, bis 2024 also. Danach ist eine erneute Qualifizierung möglich.

„Zwei Jahre lang arbeitete das Team des Focke-Museums auf die Zertifizierung hin, erstellte ein Leitbild und Konzepte für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des Museums“, sagte eine Sprecherin. „Fachleute beleuchteten für den Museumsverband den Museumsbetrieb auf Stärken und Schwächen. Am Ende des Prozesses beriet eine unabhängige Expertenkommission über die Ergebnisse.“

Buch über Vogelers „Friedensappell“

„Vor gut 100 Jahren hat Heinrich Vogeler sich mit seinem Friedensappell an Kaiser Wilhelm II. für ein ,Nein!‘ zum Krieg und für einen bedingungslosen Frieden eingesetzt“, sagt der Bremer Verleger Helmut Donat. Es endete damit, dass der Künstler „in eine Bremer Irrenanstalt“ kam. „Einer der besten Vogeler-Kenner“, der Hamburger Literaturwissenschaftler Dr. Bernd Stenzig, hat nun ein Buch über Vogelers „Friedensappell“ geschrieben, beschäftigt sich darin mit den Ursachen und Folgen.

Am Donnerstag, 22. Februar, stellt Stenzig den Band – kompletter Titel: „Das Märchen vom lieben Gott – Heinrich Vogelers Friedensappell an den Kaiser im Jahr 1918“ – in Bremen vor. Die Präsentation beginnt um 19 Uhr im „Wall-Saal“ der Zentralbibliothek (Am Wall 201, früheres Polizeihaus). Stenzig stellt sein Buch (Donat-Verlag, 120 Seiten, Preis: 14,80 Euro) vor, liest Texte daraus und zeigt dazu Dias – so beispielsweise von Vogeler-Gemälden.

„Der Unteroffizier Vogeler setzt mit seiner Tat, die dem Elend des Ersten Weltkriegs ein Ende bereiten soll, sein Leben aufs Spiel – und verwirkt es auch fast, kommt aber mit der Einweisung ins ,Irrenhaus‘ und anschließender Polizeiaufsicht noch glimpflich davon“, so Donat über die Ereignisse des Jahres 1918. „Mit seinem Friedensappell vom 20. Januar 1918 hat Vogeler aus innerster Notwendigkeit ein Beispiel moralischer Größe gegeben, mag seine Tat auch illusionär anmuten.“

Ein Thriller im Kultursalon

Unter seinem Pseudonym Frank Kodiak hat der Autor Andreas Winkelmann jetzt den Thriller „Nummer 25“ veröffentlicht. Nun kommt er in den Kultursalon der Gewoba (Emil-Sommer-Straße, Vahr), um den Band vorzustellen – nicht einfach so übrigens, sondern „in einer spannenden und actionreichen Multimedia-Lesung“, so eine Salon-Sprecherin.

Andreas Winkelmann alias Frank Kodiak. 

Und weiter: „Winkelmann ist dafür bekannt, dass er bei seinen Buchvorstellungen nicht nur vorliest. Vielmehr würzt er seine Auftritte stets mit einer gehörigen Prise Gänsehaut-Feeling. Mit einem actionreichen Rahmenprogramm, passend zum Inhalt des Romans, bereitet er seinen Zuhörern jene Portion behaglichen Erschauerns, die sie an ihm schätzen.“ Winkelmann-Kodiaks Auftritt beginnt am Freitag, 23. Februar, um 20 Uhr. Eintritt: zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

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