„Speisen auf Reisen“

Grützonese und Brezensalat

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Die Gewinnerkinder vor einem Teil der Ausstellung „Speisen auf Reisen im Museumsrestaurant „Speisesaal Steak & Fish“. Emil (8, v.l.) und Annika Wefer (10) und Johanna Bucher.

Bremerhaven - Yorkshire-Pudding mit Schwarzwaldschinken, Spaghetti-Grützonese und Toskanisch-Bayerischer Brezensalat: Was sich so exotisch liest, gibt es wirklich.

Die Rezepte stehen im Mittelpunkt einer Sonderausstellung zu einem bundesweiten Kinderwettbewerb, die das Auswandererhaus in Bremerhaven unter dem Titel „Speisen auf Reisen“ zeigt. Zu sehen ist, dass Einwanderer auch stets die Küche und Esskultur ihres neuen Heimatlandes durch mitgebrachte Rezepte, Gewürze und Speisen bereichern.

Gemeinsam mit dem Kindermagazin „Geolino“ hat das Auswandererhaus Kinder dazu aufgerufen, sich Gerichte auszudenken, die typisch deutsche Zutaten mit den Speisen anderer Länder kombinieren. Die 24 besten Rezepte werden bis zum 31. Januar im Museum präsentiert. Überdies stehen die Neuschöpfungen in dieser Zeit im Wechsel auf der Speisekarte im Restaurant des Auswandererhauses und können dort von Gästen ganz real probiert werden. „Der Wettbewerb hat auf spielerische Weise die kulturelle Vielfalt durch Einwanderung erfahrbar gemacht“, sagte Museumspädagogin Karin Heß. Museumsdirektorin Simone Eick war überrascht von den Rezepten, die für warme, kalte und süße Speisen eingereicht wurden: „Ich hätte nicht erwartet, dass die doch recht abenteuerlich erscheinenden Kreationen so ausgezeichnet schmecken.“

In der Kategorie „Süßspeisen“ waren die Geschwister Emil (8) und Annika (10) Wefer aus Oldenburg mit einer norddeutsch-italienischen Kombination erfolgreich. In ihrer Spaghetti-Grützonese servieren sie in Vanille-Sahnemilch gekochte Pasta mit roter Grütze und gehackten Mandeln. Im bayerischen Aichach erdachte Hannah Herrmann (11) einen Brezensalat. Inspiriert hat sie das traditionelle bayerische Weißwurstfrühstück und der typische toskanische Brotsalat aus Italien. Die elfjährige Johanna Bucher aus Langenbach (Bayern) wurde mit ihrem Yorkshire-Pudding mit Schwarzwaldschinken zur Siegerin unter den warmen Speisen gekürt. Normalerweise kommt das englische Backwerk als Beilage auf den Tisch. Bei ihr wird es zum schmackhaften Hauptgericht.

Wenn ein Mensch sein Geburtsland verlasse, koche er auch in seiner neuen Heimat Gerichte, die er von zu Hause kenne, betonten die Organisatoren des Wettbewerbs. Oder er würze, mische und verrühre Altbekanntes mit neuen Zutaten. Auf diese Weise seien im Verlauf der Jahrhunderte zahlreiche Speisen nach Deutschland „eingewandert“, wie unter anderem Döner Kebap, Pizza und Pommes bewiesen. · epd

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