Der Schünemann-Verlag druckt das „Bremer Kochbuch“ von 1949 nach / Mehr als 700 Rezepte

So hat Großmutter den Braten gemacht

Großmutters „Bremer Kochbuch“ von 1949 ist wieder da – ein zugleich nostalgischer und zeitloser Genuss. Der Neudruck erscheint am Montag, 1. Februar.

Bremen - Von Thomas KuzajKochen wie zu Großmutters Zeiten – davon wird ja oft geredet, wenn es darum geht, dem kulinarischen Trend zu den Wurzeln regionaler Küche zu folgen. Und wenn es obendrein darum geht, traditionell Gewachsenes mit zeitgenössischen Einflüssen zu kombinieren. Doch wie hat die Großmutter eigentlich gekocht? Wie hat sie Braunkohl, Hühnerbrühe und Braten zubereitet?

Eine Neuerscheinung aus dem Schünemann-Verlag kann helfen, Großmutters Küchentricks herauszufiltern. Wobei „Neuerscheinung“ nicht so ganz stimmt. Zwar erscheint das Buch am Montag, 1. Februar – doch handelt es sich um den originalgetreuen Nachdruck eines Küchen-Klassikers aus dem Bücherregal vieler Bremer Großmütter. Anders ausgedrückt: Der Schünemann-Verlag legt das „Bremer Kochbuch“ aus dem Jahr 1949 wieder auf.

Natürlich spielt auch Nostalgie eine Rolle, doch ein Genuss ist das Buch auch, weil es in klaren Worten den Weg zu vielen traditionellen norddeutschen Gerichten weist. Hinzu kommen einige Dinge, die man heute cool „Basics“ nennt; Großmutter sagte noch „Grundlagen“ dazu: Gemüsebrühe (ohne Würfel, versteht sich), Mayonnaise (nicht aus dem Glas), Fleischklößchen (kann man auch selbst zubereiten). Und so weiter, und so fort. In diesem Buch stehen Grundfertigkeiten drin – und praktische Hinweise wie die Bratzeiten unterschiedlicher Fleischsorten.

Die einst vom Bremer Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsverein von 1867 (kurz: FEAV) zusammengestellte Sammlung vereint mehr als 700 Rezepte, sozusagen das Küchenwissen von Großmutters Generation. Von A wie „Aalsuppe“ bis Z wie „Zwiebeln, gefüllte“.

Dass es 1949, nur vier Jahre nach Kriegsende, in vielen Haushalten an vielem fehlte, ist bei der Lektüre des Bandes nicht zu spüren. Ananas, Bananen und Apfelsinen werden genauso verarbeitet wie köstliche Filets. Aber es gibt eben auch „Pannfisch von Fischresten“, etliche nahrhafte Eintöpfe und „Falschen Hasen“.

Genüsse der folgenden Jahre des so genannten Wirtschaftswunders klingen in Rezepten wie dem „Feinen Bremer Weingelee“ an. Großmutter wusste eben, was schmeckt.

· Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsverein: „Bremer Kochbuch“. Schünemann-Verlag, 192 Seiten, Preis: €16,90 Euro.

WWW.

schuenemann-verlag.de

feav-bremen.de

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