Unternehmensverbände wählen Bremen 

„Jugend forscht“-Finale kommt 2020 in die Hansestadt an der Weser

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Das Bundesfinale von „Jugend forscht“ 2020 kommt nach Bremen. Cornelius Neumann-Redlin (v.l.), Nico Kock, Lutz Oelsner und Carsten Sieling unterzeichneten am Donnerstag die entsprechenden Verträge.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen ist Gastgeber des Bundesfinales des renommierten Wissenschaftswettbewerbs „Jugend forscht“ (Jufo) im Jahr 2020. Einen entsprechenden Vertrag haben Lutz Oelsner, Präsident der Unternehmensverbände im Lande Bremen (UVB), und Dr.  Nico Kock, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung „Jugend forscht“ mit Sitz in Hamburg, am Donnerstag im Rathaus unterschrieben. Zuletzt hatte das Land Bremen das Bundesfinale im Jahr 2008 ausgerichtet – in Bremerhaven.

Bremen sei ein guter Austragungsort, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Schließlich sei die Teilnehmerquote an der Weser unter den Bundesländern „einsame Spitze“. Ein Prozent der Bremer Schüler, mithin jeder 100., nimmt am Wettbewerb teil. „Das spricht auch für die sehr vielen engagierten Lehrer“, sagte Cornelius Neumann-Redlin, Hauptgeschäftsführer der UVB.

Bis zu 200 Jungforscher werden zum Finale des 55.  Bundeswettbewerbs von „Jugend forscht“ vom 21. bis 24. Mai 2020 in Bremen erwartet. Hinzu kommen nach Kalkulation der Organisatoren die Juroren sowie spätestens zur Siegerehrung rund 600 Gäste aus Jufo-Netzwerk und um die 1 200 Angehörige der Teilnehmer. Das lohnt sich. Potenziellen Studenten und Wissenschaftlern solle die Bremen-Liebe frühzeitig implantiert werden, so Neumann-Redlin.

Das Budget für die Gastgeberrolle bezifferte Oelsner auf 600.000 Euro. Acht große Bremer Firmen sind als Sponsoren im Boot. Oelsner: „Wir haben die Summe in Rekordgeschwindigkeit zusammenbekommen.“

„Bremen ist etwas ganz Besonderes“

So weit, so gut. Lob gibt es auch aus Hamburg. „Bremen ist etwas ganz Besonderes“, sagte Kock. „Hier ist der Kern von ,Jugend forscht’ aufs Tiefste verankert.“

Die Austragung des Bundeswettbewerbs rotiert von Land zu Land. „Das ist keine leichte Hausnummer“, sagt Kock. Zentraler Veranstaltungsort soll das Messezentrum auf der Bürgerweide sein. „Wir wollen Bremen als Stadt der kurzen Wege präsentieren“, sagte Neumann-Redlin.

Die Wirtschaft und das Land versprechen sich außerdem positive Impulse. „Die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs fügt sich hervorragend in unser Bestreben, mit Nachwuchsförderung im MINT-Bereich dem Fachkräftemangel in technischen Berufen zu begegnen.“ Bei „Jugend forscht“ messen sich junge Menschen in mehr als 110 Wettbewerben in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik miteinander.

Aktueller Landeswettbewerb am Flughafen

Das Bundesfinale 2019 findet übrigens im sächsischen Chemnitz statt. Auf Bremen folgen Heilbronn in Baden-Württemberg (2021) und Lübeck (2022).

Das Finale im aktuellen Landeswettbewerb steht in Kürze auf dem Programm – am Donnerstag und Freitag, 28. und 29. März, findet es in der Bremen-Halle des Flughafens statt.

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