Kriminaltheater zieht in die Union-Brauerei

Der große Umzug steht bevor

Ralf Knapp und Perdita Krämer (mit ihren beiden Kindern Ben und Jonas) in der neuen Spielstätte in der Union-Brauerei. Der Boden des Saals im Hintergrund ist frisch versiegelt. - Foto: Seegers

Bremen - Von Nina Seegers. Der Parkettboden im Theatersaal ist frisch versiegelt. Die zukünftige Bühne ist von schwarzen Wänden umgeben, und die Technik-Räume neben der Bühne stehen bereits. Im Moment ist das zukünftige Bremer Kriminaltheater in der Union-Brauerei noch eine einzige Baustelle, das ändert sich aber bald, denn schon im August beginnt der Theaterbetrieb in der neuen Spielstätte.

Die beiden Inhaber des Kriminaltheaters, Perdita Krämer und Ralf Knapp, haben gerade ziemlich viel um die Ohren. Donnerstag, Freitag, und Sonnabend finden die letzten beiden Vorstellungen von „Doppeltüren” im Theater in der Friesenstraße statt (Karten sind noch zu haben), parallel laufen die Umbauarbeiten der neuen Spielstätte im vierten Stock der Union-Brauerei auf Hochtouren, am kommenden Montag beginnt der eigentliche Umzug. „Die Bühne, die Lichtanlage, Kostüme, Requisiten und ganz viel Kleinkram sowie das Büro müssen rüber”, erzählt Knapp.

Als den beiden Theatermachern Ende vergangenen Jahres völlig unerwartet die Kündigung ihrer Spielstätte im Viertel wegen Eigenbedarfs ins Haus flatterte, war das zunächst ein Schock. „Ich dachte, das ist das Ende unseres Theaters“, sagt Krämer. Glücklicherweise tat sich aber bald die Option auf, in die Union-Brauerei zu ziehen. Und mittlerweile freuen sich Krämer und Knapp auf den Neuanfang. „Der Theatersaal ist wunderschön, und wir haben hier viel mehr Platz”, sagt Krämer.

Die Vorfreude wird jedoch ein gutes Stück durch finanzielle Ängste getrübt. „Die Hypothek, die wir vor fünf Jahren zur Renovierung des Saals in der Friesenstraße aufnehmen mussten, läuft noch. Und die Umbauarbeiten für die neue Spielstätte verschlingen weitere 50.000 Euro”, berichtet Knapp.

Hinzu kommt, dass das kleine, nicht subventionierte Theater in der Union-Brauerei etwa doppelt so viel Miete wie zuvor zahlen muss. Um all das stemmen zu können, haben Krämer und Knapp einen Förderverein ins Leben gerufen. 19.000 von 50.000 Euro sind auf diesem Wege schon zusammengekommen. „Es ist aber noch viel Luft nach oben“, sagt Knapp.

In der neuen Spielstätte wird Platz für insgesamt 190 Zuschauer sein. „Wir bauen jetzt noch eine Zuschauertribüne mit neun Sitzreihen und bieten wieder direkt vor der Bühne Plätze an kleinen runden Tischen an“, sagt Krämer. Auch mit der Gastronomie im Erdgeschoss soll es unter dem Motto „Crime & Dine“ wieder eine Kooperation geben. Mit dem Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring eröffnet das Theater am 12. August ganz offiziell.

Spannend wird es aber schon am 4. August: Ab 20.30 Uhr lädt der bekannte Bremer Krimiautor Jürgen Alberts zu seinem 70. Geburtstag ein, den er im Rahmen eines ganz speziellen Krimiabends feiert: Es lesen Ingrid Noll, Doris Gercke, Regula Venske, Tatjana Kruse, Peter Godazgar, Felix Huby und Ralf Kramp. – Karten gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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