Sängerin Katie Melua begeistert das Publikum im Bremer Musicaltheater

Große Gänsehautmomente

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Katie Melua begeisterte am Mittwochabend ihr Publikum im Musicaltheater und sorgte für Gänsehautmomente. ·

Bremen - Von Nina Seegers. Das Publikum applaudiert laut, als Katie Melua am Mittwochabend die Bühne im Musicaltheater betritt. Wie eine einfache Singer-Songwriterin aus den 68ern sieht sie in dem langen, weißen Kleid, den Stiefeletten und mit der Akustikgitarre unterm Arm aus. Die 29-Jährige winkt einmal kurz den Zuschauern zu und beginnt sogleich zu singen.

„Chase me“ lautet der Titel des ersten Liedes, das die gebürtige Georgierin und heutige Wahlengländerin auf dem 2013 erschienenen Album „Ketevan“ veröffentlicht hat. Melua ist für ihre Musik schon mit Preisen überhäuft worden, durfte auf Einladung der Queen ein Konzert im Buckingham-Palast geben und war zeitweise die britische Künstlerin mit den besten Plattenverkäufen weltweit. Im Rahmen ihrer Europatournee „Simplified“ gibt die Sängerin in Bremen am Mittwochabend eines von nur zwei Konzerten in Deutschland, und das sozusagen als Clubkonzert, als Akustiktour-Gig, vor gut 1 000 Zuschauern.

Der Name der Tour ist Programm, denn Melua lässt sich dieses Mal nicht von einer großen Band, sondern nur von dem Bassisten Mark Edwards und dem Pianisten Tim Harries begleiten. Sie selbst spielt zu ihren Liedern Akustik- und E-Gitarre oder setzt sich ab und zu an den Flügel. Nach dem zweiten Lied begrüßt sie ihr Publikum und erzählt, sie sei erst vergangenen November in Bremen gewesen, aber jetzt, im Frühling, wirke die Stadt noch viel schöner. Ansonsten redet die Sängerin nicht viel, kündigt nur ab und zu das nachfolgende Lied an und bedankt sich artig für den Applaus. All dies lässt sie leider ein wenig reserviert und unnahbar wirken.

Die Lieder, die Melua spielt, sind eine Zusammenstellung aus ihren bislang sechs veröffentlichten Studioalben, angereichert mit persönlichen Lieblingssongs, wie sie erklärt. So spielt sie unter anderem auch das Stück „Dedicated to the one I love“ von „The Mamas and the Papas“, „Brigde over troubled  water“ von Simon & Garfunkel und „In my secret  Life” von Leonard Cohen. Die Leute sind begeistert. Die kleine, zierliche Sängerin, die etwas Elfenhaftes an sich hat, trifft jeden Ton und verschafft dem Publikum dank ihrer phantastischen Stimme große Gänsehautmomente. Jubel und Applaus erntet die Sängerin, als sie schließlich auch ihre beiden größten Hits „Nine million bicycles“ und „The closest thing to crazy“ spielt. Mit letztgenanntem Song hatte Melua im Alter von nur 18 Jahren 2003 ihren internationalen Durchbruch.

Als das Konzert nach knapp anderthalb Stunden zu Ende ist, erheben sich die Zuschauer und klatschen so lange, bis Melua wieder auf die Bühne kommt und eine Zugabe gibt. Eine Frau nutzt die Gelegenheit, um der Musikerin einen Blumenstrauß zu überreichen. Melua scheint gerührt und drückt die Frau, bevor sie endgültig von der Bühne geht.

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