Weitere Bewohner kehren bald zurück

Nach Großbrand in Bremer Altenheim: Technischer Defekt ist die Ursache

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Für die Rettungskräfte war der Brand im Huchtinger Altenheim eine Herausforderung, mussten in kürzester Zeit sämtliche Bewohner evakuiert werden.

Bremen - Die Ursache des Feuers im Altenheim der Bremer Heimstiftung an der Tegeler Plate in Huchting steht fest: Der Brand war am Dienstagnachmittag aufgrund eines technischen Defekts an der Photovoltaikanlage ausgebrochen. Das sagte am Donnerstag ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage unserer Mediengruppe.

Brandexperten der Kripo und Sachverständige hatten sich am Mittwoch im Heim auf Spurensuche begeben und kamen nun zu diesem Schluss, so ein Polizeisprecher. Das Feuer hatte das Dach auf einer Länge von 200 Metern vernichtet. Gut 120 Bewohner – fast alle auf Hilfe angewiesen – mussten evakuiert werden. 

Mehr als 270 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei waren vor Ort. Die Bewohner wurden zunächst in einer Turnhalle untergebracht. Einige konnten noch am Abend in einen nicht betroffenen Gebäudeteil zurückkehren, weitere folgen in den nächsten Tagen.

Großer Wasserschaden in Teilen des Altenheims 

Zur Zeit wird das Pflegeheim mit stationären Plätzen wieder hergerichtet. Bis zum Wochenende können dann 50 Männer und Frauen wieder ihre angestammten Räume einnehmen, sagte André Vater, Vorstandschef der Bremer Heimstiftung. Die Menschen sind momentan jeweils zur Häfte in einem Altenheim in Ganderkesee und in Häusern der Heimstiftung untergebracht.

Nicht genutzt werden können für eine Weile 40 Wohnungen und 30 Kurzzeitpflegeplätze, denn dort ist der Wasserschaden laut Vater groß. Die Senioren bleiben also vorerst in anderen Häusern der Heimstiftung. Sie betreibt in Bremen 30 Heime mit 3.000 Plätzen.

Schadenshöhe bleibt weiter offen

André Vater zeigte sich nach dem Brand heilfroh, dass alles so glimpflich ausgegangen sei und alle Helfer perfekt Hand in Hand gearbeitet hätten. 21 Menschen, darunter zwei Feuerwehrmänner und zwei Polizisten, waren mit leichten Verletzungen – insbesondere Rauchvergiftungen – in Krankenhäuser gekommen. Die meisten konnten die Kliniken jedoch noch am Abend verlassen.

Die Höhe des Schadens in der Einrichtung in Huchting ist weiter offen, sagte Vater am Donnerstag. Doch in der nächsten Woche werden von Sachverständigen beauftragte Sanierungsunternehmen das Gebäude in Augenschein nehmen. Dann wird wohl klar sein, wie hoch der Schaden ist und wie lange die Sanierung dauern wird.

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