Anton Günther wirbt für den Kramermarkt

Der Graf mit der kraftvollen Stimme

Großer Auftritt auf dem Bremer Marktplatz: Graf Anton Günther und sein Knappe. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Nanu? Ein Herr hoch zu Ross, begleitet von einem Knappen – was ist denn da los auf dem Bremer Marktplatz? Etliche Passanten fragten sich das Montagmittag. Asiatische Touristen eilten gleich mit dem Selfie-Stick herbei. Kinder wurden nach vorn geschoben: „Guckt mal! Da!“

Da war Graf Anton Günther, der natürlich auf seinem Schimmel „Kranich“ nach Bremen geritten war, um im Herzen der Hansestadt für den Oldenburger Kramermarkt zu werben. „Euer Wohl liegt uns am Herzen“, rief er den Bremern mit sehr kräftiger Stimme (aber dennoch eben: auf seine Art einschmeichelnd) zu.

Wie alle Jahre wieder, so las der Graf auch dieses Mal seinen Text von einer Pergamentrolle ab. Seine Worte waren dermaßen lautstark und durchdringend, dass er sich ohne Probleme auch auf einem Volksfest Gehör verschaffen könnte. Aber er wollte ja bloß werben für ein „Fest der Lichter und des Glanzes“. Nun gut, der nunmehr 409. Oldenburger Kramermarkt wird vom 30. September bis zum 9. Oktober gefeiert. Jetzt wissen es alle.

Auch Bremens Innen- und Freimarktssenator Ulrich Mäurer (SPD), von Amts wegen für Volksfeste zuständig, weiß es nun. Mäurer empfing den Grafen gestern unter den Augen des Rolands. Der Senator erschien ohne Sakko. Nicht wegen der Lautstärke des Grafen, sondern wegen des heißen Wetters.

Graf Anton Günther hatte dem Senator ein Geschenk mitgebracht, das dieser „in Ehren“ halten soll – ein großes 800-Gramm-Lebkuchenherz. „Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder“, sagte Mäurer zum Grafen. „Bleibt uns in Freundschaft gewogen“, rief dieser wiederum dem Senator und den Bremern zu.

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