Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums: „Germanwind“ ist kein Spitzencluster

Globale Ziele weiter fest im Blick

Die Windkraftanlagen-Industrie im Nordwesten hat einen Rückschlag erlitten: „Germanwind“, ein Zusammenschluss von über 150 Unternehmen und Einrichtungen, hat die ersehnte Auszeichnung als so genannter Spitzencluster des Bundesforschungsministeriums nicht erhalten, also auch keine Förderung. Die Verwirklichung von 52 Projekten steht nun in Frage.Archivfoto: dpa

Bremen - Von Ralf Sussek BREMEN · Rückschlag für die großen Ambitionen: „Germanwind“ hat – entgegen den Erwartungen – keine Auszeichnung als so genannter Spitzencluster erhalten. Beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kam „Germanwind“ unter die ersten zehn der 23 Cluster, gehörte aber nicht zu den fünf Preisträgern.

„Wir gingen sicher davon aus, dass wir Spitzencluster sind“, räumte gestern Nils Schnorrenberger, Vorstandsvorsitzender der Windenergie-Agentur Bremen/Bremerhaven (WAB), ein. Nun ist es anders gekommen, und das heißt, nach vorne zu sehen: „Wenn es auch nicht zu einem Platz auf dem Siegertreppchen gereicht hat, konnte die Region durch die in den vergangenen zwölf Monaten entstandenen Kooperationen und definierten Forschungs- und Entwicklungsprojekte deutlich gewinnen.“ Man werde jetzt alles tun, um „Wege der Finanzierung zu finden“.

Die ist nun unsicher: Bei einer Auszeichnung wären bis zu 40 Millionen Euro an Förderung für die 52 Projekte geflossen, 60 Millionen Euro hätten die Firmen in die Hand genommen. Nun werden die Projekte „auf die lange Bank geschoben“, so Schnorrenberger.

Der Cluster „Germanwind“ ist ein Zusammenschluss aus mehr als 150 Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen. Unter dem Dach der Marke sollen Forschungs- und Marketingaktivitäten strategisch gebündelt werden. Ziel ist es, den Nordwesten innerhalb der nächsten fünf Jahre als weltweit führend in der Windenergietechnik zu profilieren.

„Die Region ist heute bereits Technologieführer“, sagte Dr. Knud Rehfeldt, Vorstand der Stiftung Off shore-Windenergie. Es sei aber nicht gelungen, der Jury „die hervorragende Kompetenz der Nordwestregion im Bereich der Windenergietechnologie ausreichend zu vermitteln“, bedauerte er. Zumal sich der Cluster  „Germanwind“ stark auf den Mittelstand stützt.

Im Rahmen des Wettbewerbs hat „Germanwind“ zwei globale Ziele formuliert: Zum einen soll bis zum Jahr 2015 eine „Kostenparität“ der Windenergie erreicht werden, zum anderen bis 2020 der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung in Deutschland auf 30 Prozent gesteigert werden. Ein ehrgeiziges Ziel, das trotz des Rückschlags gestern fest im Blick bleibt: „ ,Germanwind‘ wird hierzu auch zukünftig seinen Beitrag leisten“, sagte Rehfeldt.

WWW.

germanwind.info

windenergie-agentur.de

offshore-stiftung.de

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