Musicalproduktion „Bodyguard“ gastiert im Januar im Metropol-Theater

Glamouröse Liebesgeschichte

Traumpaar: Aisata Blackman (als Rachel Marron) und Jo Weil (als Frank Farmer). Foto: HANS JÖRG HAAS

Bremen - Von Jörg Esser. Eine packende Lovestory mit Thriller-Elementen, ein opulentes und glamouröses Bühnenbild, eine große Stimme und tolle Tänzer – die Geschichte hat „alles, was ein gutes Musical braucht“. Und so ist aus dem Blockbuster „Bodyguard“ mit Whitney Houston und Kevin Costner in den Hauptrollen und sechs Millionen Kinobesuchern längst auch in der deutschen Inszenierung eine erfolgreiche Bühnenproduktion geworden. Ein Dauerläufer, der jetzt auf Reisen durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg geht. Die 40-wöchige Tournee hat nun in Köln begonnen. Im Bremer Metropol-Theater am Richtweg macht die Produktion vom 15. bis 26. Januar 2020 Station.

Nach mehrmonatigen Langzeitaufenthalten im Kölner Musical Dome (November 2015 bis August 2017), im Stuttgarter Palladium-Theater (September 2017 bis Oktober 2018) sowie im Wiener Ronacher-Theater (Oktober 2018 bis Juni 2019) „wird ,Bodyguard’ jetzt zu den Leuten gebracht“, sagt Produzent Martin Flohr. Und weiter: „Wir sind mit einer Kleinstadt unterwegs, mit zehn Trucks und rund 100 Leuten.“

„Bodyguard“ erzählt die Liebesgeschichte von Superstar Rachel Marron und ihrem Bodyguard Frank Farmer. Der wird sozusagen als zusätzlicher Leibwächter engagiert, um die exzentrische Diva vor einem unbekannten Stalker zu beschützen. Rachel ist darüber zunächst „not amused“. Und ihr „Hofstaat“ natürlich auch nicht. Aber es kommt, wie es kommen muss – eine leidenschaftliche Liebesgeschichte beginnt. Ohne echtes Happy End. Es bleiben zumindest Fragezeichen. „Im Leben gibt es nicht immer Happy Ends“, sagt Regisseur Frank Thompson. Mehr sei nicht verraten. Nur so viel: Die Show sorgt für jede Menge Gänsehaut-Momente. Und für optische Highlights. Das Musical nämlich besticht auch mit einem aufwendigen und opulenten Bühnenbild. „Bodyguard“ arbeitet mit Full-Video-LED-Panels. 400 000 LED-Leuchten seien verarbeitet worden, vier Videoprojektoren der neuesten Generation kommen zum Einsatz. Außerdem sei für die Produktion eine Nebelwand entwickelt und gebaut worden, sagt Flohr.

Zurück auf die Bühne: Dort sind pro Abend 320 verschiedene Kostüme zu sehen. Und darin stecken 25 Darsteller aus zehn verschiedenen Ländern. Aisata Blackman, Niederländerin mit karibischen Wurzeln, singt und spielt die Titelrolle. Sie brilliert mit ihrer großartigen und markanten Stimme und intoniert voller Inbrunst und Magie 13 Whitney-Houston-Songs von „I Wanna Dance with Somebody“, „How Will I Know“ und „One Moment in Time“ bis zum ergreifenden „I Will Always Love You“. Produzent Flohr wirft ein: „Das ist schon die ganz große Kunst.“ Blackman stand bereits in Stuttgart mehr als ein Jahr lang als Rachel Marron auf der Bühne.

Die Sängerin, die sich in der zweiten Staffel von „The Voice of Germany“ das nötige Selbstbewusstsein geholt hat, um ihren Job beim Bodenpersonal von KLM in Holland aufzugeben, sagt: „Es ist komplett richtig, noch einmal in die Rolle zu schlüpfen.“

An ihrer Seite spielt Schauspieler Jo Weil (bekannt unter anderem aus „Verbotene Liebe“) den Frank Farmer. Das passt offensichtlich. Die Hauptdarsteller harmonieren. Und unter anderem mit Andrea del Solar (als Rachels Schwester Nikki), Christopher Neris (Stalker), Marc Früh (Special Agent Ray Court) und John Davies (Leibwächter Tony Scibelli) ist der Cast hochkarätig besetzt. Singen muss fast nur die Hauptdarstellerin. „Bodyguard“ ist eben auch eine Hommage an Whitney Houston. Jo Weil, der die Rolle des Frank Farmer bereits 248 Male in Wien spielte, gefällt das. Er sei „tänzerisch eine Nulpe“ und sein Gesang sei „ausbaufähig“. Da sei es „ein großes Glück, eine Musicalrolle zu ergattern, in der der männliche Hauptdarsteller nicht singt“. Einmal muss er dann doch singen – in einer Karaoke-Bar. „Schön schief“, so will es das Drehbuch. Das muss man auch können.

Übrigens: Die Rolle von Rachels Sohn Fletcher wird in jeder Stadt neu besetzt – sozusagen mit einem jungen Lokalmatador. „Für die Tournee casten wir 30 Fletchers“, sagt Flohr.

15 Shows in Bremen

„Bodyguard“ gastiert von Mittwoch, 15. Januar, bis Sonntag, 26. Januar 2020, im Metropol-Theater am Richtweg. In dieser Zeit sind inklusive Preview 15 Shows geplant. Tickets zu Preisen von etwa 30 bis 100 Euro gibt es in den Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung.

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