Konzert nach fünf Stunden Stau

Max Giesinger hautnah im eigenen Wohnzimmer

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Der Star hautnah: Gastgeberin Anna Hillmer und Max Giesinger im Wohnzimmer in Arsten.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Alle gehen Richtung Tür. Max Giesinger ist schon durchs Küchenfenster zu sehen. Dann klingelt er mehrfach und rhythmisch. Ein echter Gentleman. Er nimmt Gastgeberin Anna Hillmer in den Arm und schüttelt auch ihrem Mann Karsten die Hand.

„Entschuldigung. Es hat etwas länger gedauert. Überall war Stau. Wir sind schon vor eineinhalb Stunden nach Bremen reingefahren“, sagt Giesinger am Donnerstag gegen 19 Uhr. Der Songwriter wirkt entspannt, obwohl die Anfahrt aus Hamburg im Sturm geschlagene fünf Stunden in Anspruch genommen hat.

„Ich brauche erstmal ein Beruhigungsbierchen“, sagt er. Ein kleiner Plausch, bevor in einer Wohnung in Arsten das exklusive „Wohnzimmer-Konzert“ beginnt, das Anna bei „Bremen Vier“ gewonnen hat. Familie, Freunde und Kollegen des Gewinnerpaares sind ein begeistertes Publikum.

Giesinger macht einen kleinen Scherz: „Karsten aus Arsten, das kann man sich merken.“ Dann erzählt er, was er während der unerwartet langen Autofahrt gemacht hat: „Ich habe meinen Manager beim Schlafen gefilmt. Außerdem habe ich Geburtstagsmails beantwortet. Dann habe ich noch mit meiner Oma telefoniert.“

Die Stimmung ist gemütlich und der Star munter. „Das wird das kleinste und intimste Konzert dieses Jahres“, sagt er und schaut Gastgeberin Anna Hillmer an. „Ich bin, glaube ich, noch nervöser als Du.“ Hillmer muss lachen und sagt: „Oh, das glaube ich nicht.“ Bald geht es zwei Treppen rauf ins Wohnzimmer. Dort warten Leckereien auf die Gäste. Giesinger setzt sich mit seiner Westerngitarre auf den bereitgestellten Hocker. Kurz den Klinkenstecker in die Gitarre und das Gesangsmikro zurechtgerückt. Giesinger singt etwas und spielt sich warm. Die Besucher tuscheln aufgeregt.

Set beginnt mit „Kalifornien

Dann ist der Musiker soweit. Sein Set beginnt mit „Kalifornien“. Giesinger fordert die Gäste zum Mitsingen auf: „Seid Ihr bereit? Ihr hattet ja drei Stunden, Euch vorzubereiten.“ Er verlangt seinen Gästen aber nur ein melodiöses „Oho, oho“ ab. Er begrüßt nochmal alle: „Moin. Oder sagt man ,Moin, moin‘? Ab wann ist man eigentlich ein richtiges Nordlicht?“, fragt der gebürtige Baden-Württemberger. „Also, ich fühl' mich wohl hier, bis auf die Orkane, die hier manchmal durchkommen.“ Sein zweites Stück heißt: „Wenn sie tanzt“.

Die beiden Gastgeber wiegen sich zur Musik, die wenigen Zuhörer klatschen zum Refrain. Giesinger lächelt und sagt: „Ich muss wieder mehr ,Wohnzimmerkonzerte' spielen. So habe ich auch angefangen.“ Danach geht es mit den Hits weiter. Auf „Roulette“ folgt „80 Millionen“.

Wer Max Giesinger sehen will, hat dazu am 21. November, 20 Uhr, nicht in seiner Stube, sondern im Pier 2 in Gröpelingen Gelegenheit.

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