Gewoba gründet Energie-Tochter

Klimaschutz und neue Geschäftsfelder

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Stefan Fölsch, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft Gewoba Energie.

Bremen - Das Bremer Wohnungsunternehmen Gewoba will ein Drittel seiner Mietwohnanlagen mit einer neuen Heizinfrastruktur ausrüsten. Für den Umbau der Energieversorgung ist extra ein Tochterunternehmen gegründet worden, dieGewoba Energie GmbH.

„Bis zum Jahr 2020 ergänzt die neue Tochterfirma die 170 bestehenden Heizkraftwerke mit effizienten Blockheizkraftwerken, die mittels Kraft-Wärme-Kopplung Heizwärme und Strom produzieren“, teilte die Gewoba gestern mit.

„Die Gewoba Energie GmbH bedeutet einen Riesenschritt für unsere Mieter und für den Klimaschutz“, sagte Gewoba-Vorstand Manfred Sydow. Der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung schone die Ressourcen und trage gleichzeitig dazu bei, die Nebenkosten für die Mieter stabil zu halten. Die Gewoba wiederum erschließe „neue, wohnungsnahe Geschäftsfelder“.

Zum Team der Energietochter gehören gegenwärtig fünf Mitarbeiter. „Mit dem weiteren Geschäftsaufbau werden weitere Arbeitsplätze für hochqualifiziertes Personal im Bereich der Energieversorgung und -dienstleistung geschaffen“, hieß es. Die zwei ersten Blockheizkraftwerke sollen zum Jahresende in Betrieb gehen.

Mit etwa 170 eigenen Heizanlagen versorgt die Gewoba seit jeher 12000 Haushalte ihres Wohnungsbestands mit Wärme. Diese Heizanlagen werden sukzessive durch die neue Unternehmenstochter modernisiert und mit klimafreundlicher Blockheizkraftwerk-Technik ergänzt. Die übrigen 70 Prozent des Gewoba-Bestandes werden unverändert über Fernwärme von Drittanbietern versorgt.

Für die Mieter bringe der Versorgerwechsel zur neuen Tochter praktisch keine Veränderung. Das Unternehmen ist gesetzlich dazu verpflichtet, nachzuweisen, dass der Wechsel kostenneutral und nicht zum Nachteil der Mieter ausfällt.

Hinter der Geschäftsgründung stehe der Gedanke, Klima- und Mieterschutz miteinander zu verbinden, hieß es. Gewoba-Energie-Geschäftsführer Stefan Fölsch sagt es so: „Die Zukunft unserer Versorgungstechnik liegt in ressourcenschonenden Heizanlagen, die einerseits die Möglichkeiten des Standortes nutzen – und andererseits den Bedarf jedes Gebäudes passgenau decken.“

Der 47-Jährige Architekt ist seit 1999 im technischen Bestandsmanagement der Gewoba beschäftigt und hat die Energiestrategie des Unternehmens maßgeblich entwickelt.

kuz

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