Helfende Hände im Europahafen

900 Sportler starten beim „City-Triathlon“

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Am Ziel: Schwimmerin Berit Seibke (v. l.), Läuferin Corinna Krause und Radlerin Isabell Ciomber.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Andrang am Anleger im Europahafen. Beim „Gewoba-City-Triathlon“ steht der Start des „Olympic Triathlon“ – und mit ihm die Bremer Landesmeisterschaft – an. Der Anleger füllt sich. Bei insgesamt drei Wettkämpfen gehen 900 Sportler an den Start. Schwimmen, Radfahren, Laufen – das sind die Disziplinen.

Erst heißt es, jeder brauche eine rote Badekappe, um erkennbar zu sein. Doch dann sagt der Kampfrichter des Triathlon-Verbands, Dirk Dalum (48) aus Riede: „Es ist doch okay, die eigene Badekappe zu nehmen, auch wenn die nicht rot ist.“ Zudem herrsche auf der Radstrecke ein Windschattenverbot.

Dalum findet die Bremer Strecke schön, aber sie habe auch ihre Tücken. „Die Radstrecke ist eng und hat auch einige 90-Grad-Kurven. Bei den Straßenbahnschienen haben wir Seile reingelegt, damit sie besser überquert werden können“, erklärt er. „Gefährlich ist es, wenn man schräg drüberfährt.“

Dann springen alle ins Wasser und schwimmen sich ein, sammeln sich hinter der Startlinie. Gewoba-Sprecherin Christine Dose bekommt eine Pistole gereicht und feuert den Startschuss ab. Das Feld setzt sich in Bewegung. 1500 Meter – zwei große Runden durch den Hafen – stehen an, danach 40 Kilometer auf dem Rad und zehn Kilometer laufen. Zunehmend zieht sich das Feld der Schwimmer auseinander. Später helfen Leute auf dem Anleger den Triathleten, über die vier Leitern und eine Treppe wieder aus dem Wasser zu kommen. Die Sportler laufen zu ihren Fahrrädern.

„Gewoba-City-Triathlon“ in der Überseestadt

 © Martin Kowalewski
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Derweil ist am Kopf des Hafens auch einiges los. Dort ist bereits der Zieleinlauf für die Teilnehmer des eine Stunde zuvor gestarteten „Staffelwettbewerbs“ in vollem Gange. Dabei treten Dreierteams an. Jedes Teammitglied ist für eine der drei Disziplinen zuständig.

Corinna Krause (40) läuft ein von der SG „Stern- Mädel-Power“, begleitet von Team-Schwimmerin Berit Seibke (18) und Radlerin Isabell Ciomber (28). Die drei haben den ersten Platz unter den reinen Frauen-Teams geholt – mit 1:08:25 Stunden.

Seibke hat das Schwimmen im Hafenbecken sichtlich gut weggesteckt. „Ich bin sonst Beckenschwimmerin. Das Wasser im Hafen ist trüber und dann kam noch der Wind dazu“, sagt sie. „Es kamen Wellen von allen Seiten.“ Angekommen, musste sie gewissermaßen den Staffelstab übergeben.

„Man ackert, aber gerade das macht Spaß“

Dabei handelt es sich um einen Zeitmessungstransponder an einem Gurt, der am Bein befestigt wird. Radlerin Ciomber konnte auf ihrer Strecke nicht die Umgebung genießen. „Ich habe nur den Vorderreifen und die Straße vor mir gesehen. Der Kopf kommt nicht hoch“, sagt sie. „Man ackert, aber gerade das macht Spaß.“

Die ersten Teilnehmer des „Olympic Triathlons“ eilen zu ihren Rädern. Auf dem Weg applaudieren ihnen Zuschauer. Dann geht es auf die Radstrecke Richtung Gröpelingen. Wendepunkt ist das Einkaufszentrum „Waterfront“. Alle Radler sind schnell und legen sich tief in die Kurven. Die Leute feuern sie an. Der Veranstalter schätzt, dass etwa 12 000 Zuschauer gekommen sind.

Unter den Männern erreicht beim „Olympic Triathlon“ Bastian Glockshuber von der TSG Kleinostheim mit 1:56:20 Stunden die beste Zeit. Die schnellste Frau ist Lea van Beek (OT Bremen) mit 2:17:43. Der schnellste Mann beim Volkstriathlon über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen wird Renning Elischer vom Tus Neukölln Berlin mit 55:15 Minuten, die schnellste Frau Sandra Kiel vom TSV Bargteheide mit 1:04:48 Stunden.

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