Tanne soll den Marktplatz schmücken

Gesucht wird ein Weihnachtsbaum

Für den nächsten Weihnachtsmarkt wird jetzt eine prächtige Marktplatz-Tanne gesucht. Hier das Vorjahresmodell – noch mit dem Zaun von den Aufbauarbeiten. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Jetzt schon an Weihnachten denken? Ja, warum denn auch nicht? Lieber zu früh als zu spät, wie es so schön heißt. Gut, wer jetzt noch nicht alle Geschenke beisammen hat, kann das immer noch in Ruhe erledigen. Aber es gehören ja auch noch einige andere Dinge zur Weihnachtszeit. Der allseits beliebte Bremer Weihnachtsmarkt zum Beispiel. Und dort wiederum gehört die große Tanne unbedingt dazu – die große Tanne auf dem Bremer Marktplatz. Und eben die wird bereits jetzt gesucht.

Wer sucht? Die Schausteller suchen. Die Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte kümmert sich bereits jetzt darum, eine geeignete Tanne für den Weihnachtsmarkt zu finden, der am Montag, 21. November, beginnt.

Und, ja, es gibt ein paar Kriterien, ein paar Anforderungen an eine Tanne, die einen so prominenten Platz bekommt. „Sie sollte 14 bis 15 Meter hoch sein, bevorzugt wird eine Nordmanntanne, die im Großraum Bremen steht“, sagt Nadja Niestädt, Sprecherin der Schausteller. „Der jetzige Standort muss für Kranwagen und Tieflader gut erreichbar sein. Die Kosten für den Abtrag und die Abholung übernehmen die Schausteller.“

Wer eine geeignete Tanne hat, melde sich bitte unter der Bremer Telefonnummer 0421/644 15 13 oder per Mail unter bsm-bremen@arcor.de. Der Weihnachtsmarkt dauert dann – wie gewohnt – bis zum 23. Dezember. Und dann kann Weihnachten kommen. . .

Nicht um Weihnachten geht es derweil in der Zentralbibliothek, sondern um ein ganz anderes Thema – um ein höchst aktuelles Thema obendrein. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren nicht mehr so viele Menschen auf der Flucht wie jetzt, formuliert ein Sprecher der Stadtbibliothek. „Heimatlos, unterwegs auf der Suche nach Frieden und Sicherheit: Die Thematik der Flucht, der Vertreibung, der Emigration und die urbane Vereinsamung des einzelnen Menschen spiel seit Jahren eine zentrale Rolle in den Arbeiten von Larissa Scheermann.“ Im „Wall-Saal“ der Zentralbibliothek (Am Wall 201, früheres Polizeihaus) sind unter dem Titel „Wege und Menschen“ jetzt Arbeiten der Rotenburger Künstlerin zu sehen. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 15. Juni, um 19 Uhr eröffnet. Für die musikalische Begleitung sorgt Rebecca Ehlers (Harfe).

Rotenburger Künstlerin stellt in Bremen aus

Larissa Scheermann, 1970 in Alma-Ata (Kasachstan) geboren, lebt seit 1990 in Deutschland. Sie war Meisterschülerin des russischen Künstlers Nikolai Estis. Scheermann unterrichtet in Rotenburg Kinder und Erwachsene in Grafik, Malerei und Komposition, sie organisiert und leitet Projekte für Kinder und Jugendliche. „Ihre künstlerischen Tätigkeiten sind eng mit der russischen Ikonenmalerei verknüpft“, heißt es in einer Vorschau. „So stellt die Künstlerin die Farben selbst her. Je nach Stimmungszustand ändert sich die Konsistenz der Farben – mal sind sie dickflüssig und pastös wie Ölfarben, mal durchsichtig und dünn wie Aquarellfarben. Das grafische Werk umfasst Kohle- und Tuschezeichnungen sowie Monotypien.“ Die Ausstellung dauert bis zum 27. August.

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