Die Geschichte über die Gründung des ersten SOS-Kinderdorfs in Asien als Kurzfilm in Bremer Filmkunst-Theatern

Wie mit einem Reiskorn alles begann...

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Mit einem Reiskorn fing die Geschichte des ersten SOS-Kinderdorfs in Asien an.

Bremen - Ein koreanischer Waisenjunge, ein kleines Reiskorn und der SOS-Kinderdorfgründer Hermann Gmeiner stehen im Mittelpunkt der berührenden Geschichte über die Gründung des ersten SOS-Kinderdorfs in Asien. SOS-Kinderdorf-Botschafter Dirk Böhling hat die wahre Begebenheit 2013 als Kinderbuch veröffentlicht (wir berichteten). Jetzt ist die Geschichte auch als Kurzfilm zu sehen.

Wie eine Sprecherin der Einrichtung sagte, wurde die Bremer Filmproduktionsfirma „Kinescope Film“ auf den Stoff aufmerksam und verfilmte ihn in Zusammenarbeit mit Künstlern zum 60. Geburtstag des Vereins SOS-Kinderdorf. Der Kurzfilm ist ab sofort im Vorprogramm der Bremer Filmkunst-Theater zu sehen.

Als Hermann Gmeiner 1963 die südkoreanische Stadt Daegu besucht, trifft er auf den neunjährigen Waisenjungen Kim Chung Suk. Dieser schenkt Gmeiner ein Reiskorn, eine südkoreanische Geste für Gesundheit, ein langes Leben, Frieden und Glück. Daraufhin hat Gmeiner eine Idee: Er bittet den kleinen Kim, ihm noch mehr Reiskörner zu bringen. Unzählige Freunde werden mobilisiert, und so erhält Hermann Gmeiner am Ende seiner Reise einen großen Sack voll Reis. Zurück in Österreich, klebt er die Reiskörner auf Postkarten und schickt diese mit der Bitte um eine Spende an SOS-Freunde in der ganzen Welt. Hunderttausende von Menschen kommen dem Aufruf nach, und so wird schließlich in Daegu das erste außereuropäische SOS-Kinderdorf gebaut.

2012 wurde der Bremer Regisseur Dirk Böhling auf das „Reiskorn für Korea“ aufmerksam. Er schrieb die wahre Begebenheit kindgerecht auf. Bald wurde die Idee zur Verfilmung geboren. Böhling steckte mit seiner Begeisterung die Produzenten Matthias Greving und Mike Beilfuß von „Kinescope Film“ an. Für die visuelle Umsetzung wurde neben Illustratorin Margarita Escribano Röber, die bereits für das Buch zeichnete, der Bremer 3D-Grafiker Sebastian Wetzel gewonnen. „Besonders ist die Art der Animation, die Kombination der Aquarell- und Buntstiftzeichnungen mit digitalen 2D- und 3D-Elementen“, sagen die jungen Filmemacher. Komponist Carsten Rocker lieferte die gefühlvolle Vertonung der Bilder. Weitere Beteiligte: Mischer Rolf Seidelmann sowie die Sounddesigner Andreas Hellmanzik und Anja Ludwig. „Alle Sounds sind in Handarbeit entstanden, manche mit Blättern und Hölzern, andere mit Blechen und Plastiktüten“, erzählt Ludwig.

Jetzt feierte „Die Geschichte von dem kleinen Reiskorn“ in der Bremer Gondel Uraufführung. Ab sofort ist das „Reiskorn“ als Vorfilm in der Schauburg, der Gondel und dem Atlantis Kino zu sehen. Und auch bei der Geburtstagsfeier am Mittwoch, 24. Juni, von 11 bis 19 Uhr auf dem Marktplatz fehlt der Film nicht. Neben Spielen dürfen die Besucher beim Fest einen Blick hinter die Kulissen werfen. SOS-Kinderdorfmütter erzählen aus ihrem Leben mit den Kids.

gn

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