Fluggesellschaft peilt für 2019 in Bremen eine halbe Million Passagiere an

Germania will durchstarten

Eine Maschine der Germania hebt von Bremen aus ab. Die Berliner Fluggesellschaft will Gas geben und ab Sommer 2019 vier Maschinen fest am Airport im Neuenlander Feld stationieren. - Foto: Flughafen Bremen

Bremen - Von Jörg Esser. Die Berliner Fluggesellschaft Germania will durchstarten – 2019 mit voller Kraft in Bremen. „Dann geben wir richtig Gas“, sagt Claus Altenburg, Verkaufschef und Routenplaner der grün-weißen Airline. Dann soll die Passagierzahl auf eine halbe Million gesteigert werden. „Das ist ein sportliches Ziel.“ 2017 beförderte die Germania 398.000 Passagiere von und nach Bremen.

Die Germania ist aktuell die Nummer drei an der Weser, hinter Lufthansa und Ryanair. Das soll so bleiben. Doch Germania rüstet im Neuenlander Feld auf. Und will damit noch in diesem Jahr beginnen. Zum Winterflugplan 2018/19 (ab November) erhöhen die Berliner die Zahl der fest stationierten Maschinen von zwei auf drei Flugzeuge. Und ab Sommer 2019 sollen dann vier Flieger aus der Airbus--A320-Familie am Bremer Flughafen – der jetzt ja offiziell „Bremen Airport Hans Koschnick“ heißt – stationiert werden. „Das schafft 34 zusätzliche Arbeitsplätze“, sagt Altenburg – 25 für Bordpersonal und neun für Techniker. Derzeit beschäftigt Germania in Bremen rund 130 Mitarbeiter. Wirtschaftsstaatsrat Ekkehart Siering kommentierte: „Das sind extrem gute Nachrichten für Bremen und den Bremer Flughafen.“

Die Gesamtflotte stockt Germania den Angaben zufolge von 29 auf 36 Flugzeuge auf, die Mitarbeiterzahl liegt bei 1 200. Tendenz: steigend. Die Fluggesellschaft springt in die Lücke, die durch die finanziell bedingten Abgänge von Air Berlin und Niki am Luftverkehrshimmel aufgerissen ist. So sollen in Berlin fünf Maschinen stationiert werden, Germania werde damit in Tegel zum größten touristischen Carrier. „Die Slots werden neu verteilt, das ist eine einmalige Chance“, sagt Altenburg.

Zurück nach Bremen: 2018 sei ein leichter Aufschwung geplant. „Die 400 000er-Marke wollen wir reißen“, so der Germania-Chefplaner. Derzeit fliegen die Berliner von Bremen aus 17 Ziele an, vor allem im Mittelmeerraum. Dazu zählen die vier großen Kanaren-Inseln, Mallorca, fünf griechische Ziele, Antalya in der Türkei, Hurghada und Sharm al-Sheikh in Ägypten. Ausreißer nach Norden ist Reykjavik in Island. Bis zum Winterflugplan 2018/19 sollen es dann 22 Ziele werden – unter anderem kommen bereits im Sommer Burgas und Varna in Bulgarien sowie Monastir in Tunesien hinzu. Ab November wird dann mit La Palma auch eine fünfte Kanaren-Insel nonstop angeflogen.

Im Sommer 2019 will Altenburg ja richtig Gas geben. Madrid soll in den Flugplan aufgenommen werden. Kroatien ist im Fokus. Und per Zwischenstopps soll es von Bremen aus mit einem Partner womöglich in die Dominikanische Republik und nach Kuba gehen. „Details werden wir spätestens im Juni bekannt geben“, so Altenburg.

Mallorca soll zukünftig wieder durchgängig angeflogen werden. Und auch Antalya wird weiter aufgestockt. Die Türkei beginnt als Reiseziel wieder zu boomen – laut Altenburg liegt die Auslastung der Antalya-Flüge ab Bremen im Januar und Februar bei 96 Prozent.

Die Airline will auch weiterhin 20 Kilo Freigepäck sowie Drinks und Snacks an Bord anbieten. Und sie will bodenständig bleiben, sagt Altenburg. „So perfekt wie die Lufthansa werden wir allerdings nie. Das können wir gar nicht bezahlen.“

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