Geringes Interesse an „Körperwelten“

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Die präparierten Leichen ziehen bislang nur wenige Bremer in ihren Bann.

Bremen - Die umstrittene Ausstellung „Körperwelten“ ist in Bremen bislang auf mäßiges Interesse gestoßen.

Rund 55 000 Menschen besuchten die Schau des Leichenpräparators Gunther von Hagens nach Angaben des Veranstalters seit Ausstellungsbeginn am 5. Februar. „Wegen des schlechten Wetters lief der Besuch zu Beginn etwas schleppend. Seit einigen Wochen sind die Zahlen jedoch sehr gut“, sagte Sprecherin Jeannine Rena Suero. Insgesamt plane man in der Hansestadt mit etwa 150 000 Besuchern.

Körperwelten in Bremen

"Körperwelten" in Bremen

Ein Besucher betrachtet am in Bremen plastinierte Leichen in Fußballaktion. In der Ausstellung „Körperwelten - Eine Herzenssache“ werden im Alten Postamt in Bremen plastinierte Leichen, Organe und Gliedmaßen des umstrittenen Leichenpräparators Gunther von Hagens gezeigt. © dpa
Plastinierte Leichen in Bremen. © dpa
Plastinierte Leichen als Pokerrunde sitzen in Bremen an einem Pokertisch. © dpa
Plastinierte Leichen als Pokerrunde sitzen in Bremen an einem Pokertisch. © dpa
Mitarbeiterin Maria schaut sich eine plastinierte Leiche als Gitarrist in Bremen an. © dpa
Gunther von Hagens steht in Bremen bei einer Pressekonferenz vor Journalisten und beantwortet Fragen. © dpa
Gunther von Hagens steht in Bremen bei einer Pressekonferenz vor Journalisten und beantwortet Fragen. © dpa
Plastinierte Leichen als Pokerrunde sitzen in Bremen an einem Pokertisch, während Mitarbieterin Maria ihnen in die Karten schaut. © dpa
Plastinierte Leichen als Pokerrunde sitzen in Bremen an einem Pokertisch. © dpa

Die Ausstellung in Bremen steht unter dem Motto „Herzenssache“. Zu den Exponaten gehören neben gesunden Organen auch das vergrößerte Herz eines Leistungssportlers sowie Plastinate von Herzen mit chronischen Erkrankungen. Zu sehen sind außerdem in Anlehnung an den 007-Film „Casino Royale“ drei präparierte Leichen während eines Pokerspiels. Blinde und sehbehinderte Menschen durften die Plastinate während einer Führung betasten. „Wir wollen vor allem Gesundheitsprävention betreiben“, erklärte Rena Suero. Es gehe nicht darum, die Körper zur Schau zu stellen oder Menschen zu schocken.

„Körperwelten“ wurde in der Vergangenheit vor allem von kirchlichen Einrichtungen scharf kritisiert. „Ich finde, bei der Ausstellung steht der Gruseleffekt klar im Vordergrund. Ob man durch Sensationslust etwas über Tod und Sterben lernt, bezweifle ich“, hatte der Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Renke Brahms, im Vorfeld der Schau gesagt.

Weltweit haben nach Angaben des Veranstalters bisher knapp 30 Millionen Menschen „Körperwelten“ gesehen, sieben Millionen besuchten die Schau in Deutschland. Die Ausstellung macht noch bis zum 25. Mai in Bremen Station.

dpa

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