Betrieb bis Ende Januar gesichert

„Aladin“-Insolvenz: Betreiber machen „Stubu“ und Hitze-Sommer als Gründe aus

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Das „Aladin“: Insolvenzverwalter und Betreiber suchen nach einer Lösung für den Fortbestand der Kult-Disco.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Am Montagabend drang die Nachricht an die Öffentlichkeit: Die Betreibergesellschaft der Disco und Veranstaltungsstätte „Aladin Music Hall“, die ElWeGe Gmbh, steckt in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Neu ist: Das „Aladin“ erfreut sich einer guten Nachfrage.

Viele Veranstaltungen sind ausverkauft, heißt es. Auf einer Pressekonferenz am Mittwochabend erklärte Insolvenzverwalter Berend Böhme (46) den Grund der Misere: Der Betrieb der Disco „Stubu“ bis Ende 2017 habe die Firma schwer beschädigt.

2014 hatten Elisabeth und Werner Gerdes mit ihrer Gesellschaft das „Stubu“ übernommen. Besonders die vergangenen beiden Jahre seien nicht wirtschaftlich gewesen, so Böhme. „Das ,Aladin‘ hat den Betrieb des ,Stubu' quersubventioniert. Die Gelder haben hier gefehlt.“

Viele Möglichkeiten, den Betrieb zu retten 

Der heiße Sommer, Grund zur Freude für Freiluft-Gastronomien, aber schlecht für Diskotheken, habe das Fass zum Überlaufen gebracht. „Das Insolvenzverfahren heißt aber nicht Schließung“, versichert der Anwalt. Es gäbe viele Möglichkeiten, den Betrieb zu retten. Die Ausgangslage sei positiv.

Das „Aladin“ erfreut sich reger Nachfrage.

Die Immobilie gehört Werner Gerdes (54) als Gesellschafter der ElWeGe, die von seiner Frau Elisabeth (53) geführt wird. Die Insolvenz betreffe nur die Gesellschaft, nicht das Privatvermögen der beiden und somit auch nicht die Immobile. Werner Gerdes sagt: „Ich will, dass es hier weitergeht und dass ich dabei bin. Es wäre schade, wenn es das ,Aladin‘ nicht mehr gäbe.“ Er habe bereits einen Plan im Kopf. 

Aladin durch Besuche unterstützen

Böhme verweist auf unerwartete Anfragen von Interessenten, die vom „Aladin“ profitieren. Es wurden keine Namen preisgegeben. Böhme sagt aber: „Manchmal entstehen Hybrid-Lösungen, etwa durch Beteiligungen.“ Eine Gruppe von 200 Freunden des Clubs habe auch schon angefragt, wie sie helfen kann. „Ich habe ihnen empfohlen, das ,Aladin‘ durch Besuche zu unterstützen“, so Böhme.

Das eigentliche Insolvenzverfahren soll im Februar eröffnet werden. Was genau passieren wird, vermag Böhme nicht abzuschätzen. Die Möglichkeiten reichten von der Sanierung der Betreiberfirma über den Einstieg anderer bis hin zur Liquidierung der Firma. Im letzten Fall würde sich wohl ein neuer Betreiber der Immobilie annehmen.

Frank Turner im Aladin

 © Ulla Heyne
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Veranstaltungen bis Ende Januar gesichert

Seit dem 8. November ist Böhme mit dem Verfahren beschäftigt. Er kann zusichern, dass alle Veranstaltungen bis einschließlich Januar planmäßig stattfinden. Nächste Woche will er Klarheit für spätere Veranstaltungen haben. Darunter sind einige ausgebuchte Kohlfahrten mit bis zu 350 Gästen.

www.aladin-bremen.de

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