„US-Car-Treffen“ in Gröpelingen: 2 500 ausgestellte Fahrzeuge bescheren Veranstalter Teilnehmerrekord

Geräumige Vans und dicke Limousinen

Die Polizei-Kawasaki von Christine Jäger und Alfred Radtke aus Cuxhaven befindet sich im Top-Originalzustand und war einst für das Los Angeles Police Department im Einsatz. - Foto: Kaack

Bremen - Von Ulf Kaack. Vor allem protzige Automobilbaukunst vom Kontinent jenseits des Atlantiks stand im Zentrum des 9. „US-Car-Treffens“ in Gröpelingen auf dem Areal an der „Waterfront“. Aber auch das Lebensgefühl und die Kultur Nordamerikas nahmen am Sonnabend großen Raum ein. Mit rund 2 500 ausgestellten Fahrzeugen wurde ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet.

Geräumige Vans, PS-starke Hotrods, wuchtige Pick-Ups, protzige Limousinen, Jeeps von der Army – alles, was die US-amerikanische Automobilindustrie in den vergangenen sieben Jahrzehnten produziert auf die Räder gestellt hat, gab es zu sehen. Ein großer Teil der Amischlitten war von kundiger Schrauberhand restauriert, veredelt oder durch technisches Tuning zu mehr Leistung motiviert worden. Fette Motoren wussten zu begeistern. Klanglich, aber auch optisch. Ein Blick unter die Motorhaube machte Eindruck. Erst recht, wenn die Aggregate in Betrieb genommen wurden. Sie brabbelten, sie blubberten und sie brüllteen. Den größten Anteil der ausgestellten Chrom- und PS-Protze machten die sogenannten „Muscle-Cars“ aus – leistungsstarke Coupés oder Cabrios mit großvolumigen Motoren wie der Dodge Challenger, Chevrolet Camaro oder Pontiac Firebird. Vor allem waren es aber die legendären Ford Mustangs verschiedener Modellgenerationen, die in Massen am Ufer der Weser zu sehen waren. Gleich fünf Sportwagen vom Typ DMC-DeLorean, bekannt als fahrende Zeitmaschine aus dem Film „Zurück in die Zukunft“, gab es zu bestaunen. Auch eine Armada von Motorrädern der Kultmarke Harley Davidson erwies sich als Publikumsmagnet.

Christine Jäger und Alfred Radtke aus Cuxhaven stehen auf ehemalige US-Polizeifahrzeuge. Angereist waren sie mit ihrer 1997 gebauten Kawasaki mit vier Zylindern und 98 PS. Zehn Jahre lang war die Maschine im Dienst der Polizei in Los Angeles, bevor sie an die Waterkant kam und sich nun, nach einer umfangreichen Restaurierung, mit dem kompletten Police-Equipment im Originalzustand befindet. Dazu trägt das Paar, übrigens beide in der Kommunalverwaltung beschäftigt, das passende Outfit: Uniformen und Abzeichen, original aus den Staaten!

US-Car-Treffen in Bremen

Auf zwei Bühnen zitierten verschiedene Bands aus dem American Songbook. Diverse Händler boten Ami-Kleidung, Accessoires sowie technisches Zubehör an. „Gegenüber dem Vorjahr konnten wir bei den Fahrzeugen ein Plus von 25 Prozent verzeichnen und gefühlt waren auch deutlich mehr Zuschauer da als in 2015“, freute sich Uwe Everts vom veranstaltenden „US-Car-Club Bremen“ über die gewaltige Resonanz. „Mein Einweiserteam musste ganz schön hexen, um die Lage immer souverän im Griff zu haben“, sagte er.

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