Geno hofft auf Rückkehr der Arbeiter

Klinik-Bau: Warten auf Reaktion

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Blick auf die Baustelle des Klinikums Mitte.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Üblicherweise werkeln rund 200 Arbeiter auf der Großbaustelle des Klinikums Mitte. Am Montag waren es rund 40 weniger und gestern auch. Grund dafür ist der Insolvenzantrag des Unternehmens Imtech Deutschland Ende vergangener Woche. Der bundesweit 4 000 Mitarbeiter zählende Spezialist für Gebäude- und Anlagentechnik ist nicht nur an den Arbeiten für den neuen Berliner Flughafen beteiligt, sondern auch am Teilersatzneubau der Klinik an der St.-Jürgen-Straße (wir berichteten gestern).

Bei der Bauherrin, der Klinik-Gesellschaft Gesundheit Nord (Geno), laufen unterdessen die Drähte heiß, um mit allen Mitteln ein Erliegen der Bauarbeiten zu verhindern, wie Dr. Robert Pfeiffer, Geschäftsführer Infrastruktur und Technologien, sagte. Die Geno stehe im Gespräch mit Imtech und dem Insolvenzverwalter, um eine Lösung zu finden. Laut Geno arbeitet Imtech nicht mit eigenen Beschäftigten an Elektrik, IT und Kabelverlegung auf der Bremer Baustelle. Imtech habe zwar die Projektleitung, setzte ansonsten jedoch Subunternehmer ein. Diese fürchteten nun um ihre Bezahlung. Auch gestern blieben etwa 40 der rund 70 betroffenen Arbeiter der Baustelle fern, bestätigte Geno-Sprecher Daniel Goerke.

Wie berichtet, hat Imtech Aufträge in Höhe von rund 25 Millionen Euro. Etwa ein Drittel der Arbeit sei ausgeführt. Die Geno hofft, dass der Insolvenzverwalter grünes Licht für die weitere Bezahlung der Subunternehmer in Bremen gibt. Goerke: „Wir bemühen uns mit allen Mitteln um eine Lösung, damit es auf der Baustelle keine Pause gibt.“ Er betonte, dass man weiter mit Imtech zusammenarbeiten wolle, da das Unternehmen bisher an der St.-Jürgen-Straße gute Arbeit geleistet habe.

Insgesamt liegen die Bauarbeiten „gut im Plan“, sagte Goerke. Ende 2016/Anfang 2017 soll die erste Hälfte des Neubaus (unter anderem mit OPs, Intensivstation und einigen Stationen) freigegeben werden. Momentan ist der Innenausbau an der Reihe. Dazu gehören neben Elektrik und IT auch Heizung, Lüftung, Sanitär und Klimatechnik.

Bei dem Projekt lief bisher einiges nicht „rund“. Nachdem das PPP-Modell (Public-Private-Partnership) gescheitert war, sollte der Bau für 230 Millionen erstellt werden. Inzwischen liegen die Kosten (auch durch veränderte Planungen) bei knapp 290 Millionen Euro. Ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss befasste sich mit den Kostensteigerungen.

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