Geno-Aufsichtsrat berät Medizinstrategie

Quante-Brandt: Wichtiger Baustein

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Die Geno will mit einer neuen Medizinstrategie unter anderem Doppelstrukturen abbauen.

Bremen - Der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) steckt tief in roten Zahlen. Für  2015 wird laut Sanierungsbericht mit einem Fehlbetrag von 18,8 Millionen Euro gerechnet. Das soll sich mittelfristig ändern. Und dabei soll die „Medizinstrategie 2020“ helfen, die der Geno-Aufsichtsrat gestern beraten hat.

Die medizinischen Leistungen der vier Kliniken Mitte, Ost, Nord und Links der Weser (LdW) sollen neu geordnet werden. Die Zukunftstrategie beinhaltet insbesondere den Abbau von Doppelstrukturen, die Bündelung von Kompetenzen und die Konzentration bestimmter Leistungen an einem Standort. Das Ziel der Umstrukturierungen: Der Klinikverbund soll in die Lage versetzt werden, effizienter, wirtschaftlicher und gleichzeitig in hochwertiger medizinischer Qualität zu arbeiten. Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD), zugleich Vorsitzende des Aufsichtsrates, sagte: „Die Medizinstrategie stellt einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur Sicherung der kommunalen Kliniken dar.“

Die Medizinstrategie sieht den Angaben zufolge eine Schärfung der Profile aller vier Standorte und den Ausbau von Schwerpunkten vor, für die auf dem Markt weitere Potenziale erkennbar seien. Zudem solle die standortübergreifende Zusammenarbeit der vier Häuser forciert werden.

Das Konzept sieht unter anderem vor, dass die Dermatologie vom Klinikum Bremen-Mitte nach Bremen-Ost verlagert wird. Ost soll zudem als Zentrum für Geriatrie, insbesondere mit der Etablierung der Frührehabilitation, Psychiatrie und Lungenheilkunde, ausgebaut werden. Schwerpunkt der Neurologie wird Mitte. Die Neurologie, die sich heute noch in Ost befindet, wird mit der Schlaganfallstation „Stroke Unit“ am Klinikum Bremen-Mitte zusammengelegt. Die Neurologische Früh-Reha dagegen bleibt im Klinikum Ost und wird dort weiter ausgebaut. Die Kinderkliniken sollen im neuen Eltern-Kind-Zentrum in Mitte zusammengeführt werden. Die Geburtsmedizin bleibt mit der Neonatologie am Klinikum Links der Weser und wird ausgebaut.

Da das Klinikum Bremen-Nord mit seiner Lage oberhalb der Lesum ein eigenes Einzugsgebiet und somit einen gesonderten Markt bedient, bleiben Pädiatrie und Geburtshilfe dort auch künftig erhalten. In der Chirurgie besteht ein standortübergreifendes Konzept für Mitte und Ost. Ähnliches ist für die Geriatrie und die Onkologie geplant.

„Die kommunalen Kliniken waren und sind Bremens größtes Haushaltsrisiko“, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Magnus Buhlert. Die Medizinstrategie löse dieses Problem nicht.

Der Klinikverbund beschäftigt mehr als 7000Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber in Bremen.

je

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