„Genau das Richtige“

Energieerzeuger SWB nimmt neuen Wärmespeicher für 4,3 Millionen Euro in Betrieb

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Drehten symbolisch das Hauptventil zum neuen Wärmespeicher auf: SWB-Vorstandshef Torsten Köhne (v.l.), Stefan Weber, Co-Geschäftsführer der SWB-Tochter Erzeugung, Jens-Uwe Freitag, Projektleiter Johannes Fischer und Marcus Bol.  

Bremen - Von Steffen Koller. „Wir glauben an die Fernwärme, wir halten an ihr fest.“ Zur feierlichen Inbetriebnahme des neuen Wärmespeichers am Heizkraftwerk in Hastedt zeigten sich die Verantwortlichen des Energieerzeugers SWB stolz auf die Fertigstellung des neuen Projekts. 4,3 Millionen Euro investierte das Unternehmen und geht davon aus, „genau das Richtige“ getan zu haben.

Zwölf Meter im Durchmesser und 18 Meter hoch: Nach rund 14 Monaten Bauzeit wurde am Mittwoch der neue Wärmespeicher in Betrieb genommen. Zukünftig, sagte Geschäftsführer SWB-Erzeugung, Jens-Uwe Freitag, könne so eine Speicherkapazität von etwa 230 Megawattstunden erreicht werden. Der mit Wasser gefüllte Druckspeicher wird gespeist aus dem Kraftwerksblock 15, der sich ebenfalls auf dem Gelände direkt an der Weser befindet. Durch diese Kopplung sei es zukünftig möglich, das Kraftwerk gleichmäßiger zu betreiben und überschüssige Wärmemenge entweder im Speicher zu puffern oder letztlich bei hohem Bedarf wieder abzugeben, sagt Freitag. Somit sei das Werk noch effizienter und reduziere anfallende CO2-Emmissionen. Freitag sprach von einem „sehr flexiblen Speicher“.

Groß sei dabei nicht nur das Volumen der beiden Druckbehälter mit je 1 640 Kubikmetern, groß sei auch der Beitrag, wie man Wärme in Zukunft denken müsse. Als Unternehmen glaube man an die Fernwärme und halte an ihr fest, unterstrich Geschäftsführer Freitag. Kurz darauf drehten er und weitere Verantwortliche des Projekts symbolisch das Hauptventil zum Wärmespeicher auf. Der Applaus von mehreren Dutzend Mitarbeitern hallte über das Gelände.

Produktion von Fernwärme und Storm 

Der Kraftwerksblock 15 am Standort produziert sowohl Fernwärme als auch Strom. Mit dem nun neu errichteten Wärmespeicher müsse man in kalten Wintertagen nicht mehr auf Zusatzleistungen des mit Erdgas betriebenen Spitzenkessels zurückgreifen, sondern könne die gespeicherte Wärme nutzen. An Sommertagen liegt der durchschnittliche Wärmebedarf bei etwa 600 Megawatt, in der Winterzeit bei rund 2700 Megawatt pro Tag.

Für Marcus Bol, Kraftwerksleiter am Standort in Hastedt, liegt die Zukunft in der modernen Technik – und diese habe nun begonnen, rief er den Anwesenden zu. Für Geschäftsführer Jens-Uwe Freitag sind die 4,3 Millionen Euro genau richtig investiert. Einen kleinen Seitenhieb an andere Leiter großer Bauvorhaben konnte er sich abschließend nicht verkneifen. Es gebe schließlich wenige Projekte, die am Ende pünktlich fertig würden und auch in den veranschlagten Kosten blieben. „Doch wir haben das geschafft“, so Freitag, der hinzufügte, mit dem Wärmespeicher „genau das Richtige“ getan zu haben.

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