Gemeinschaftsauftritt der Privattheater aus Bremen und dem Umland

Wege im Reigen

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Ulrich Möllmann mit einem (vergrößerten) Flyer.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Bremer Privattheater“ – unter dieser Bezeichnung kooperieren seit Beginn der neuen Spielzeit acht Theater nicht allein aus Bremen, sondern trotz des Namens auch aus dem Umland.

„Wir wollen ein bisschen mehr ins Bewusstsein bringen, in welcher Form und Größe wir die Theaterlandschaft hier färben und prägen“, sagte Knut Schakinnis (Theaterschiff, Packhaustheater im Schnoor, Theater Worpswede) gestern bei der Präsentation des Projekts. Neben den Schakinnis-Häusern sind das „Fritz“ (Herdentorsteinweg), das Bremer Kriminaltheater, das Schnürschuh-Theater, das Hafenrevuetheater und das Weyher Theater dabei.

Alle beschreiten sie „im Reigen der Unterhaltungstheater“ ihre „eigenen Wege“, wie Ulrich Möllmann vom Hafenrevuetheater, Initiator der Kooperation, gestern sagte. Aber es gibt eben auch gemeinsame Interessen. Zum Beispiel das Interesse, Publikum zu gewinnen. Jetzt sollen die jeweiligen Zuschauer auf die Angebote der anderen Bühnen aufmerksam gemacht werden. Jedes der acht Theater bietet auf einem speziellen Ständer InfoFlyer der Partnerbühnen an. Und dann gibt es noch einen gemeinsamen Flyer, in dem die Kooperationspartner sich und ihr Repertoire vorstellen. All das, so Möllmann, soll unter anderem dazu beitragen, die Präsenz der Bühnen im Bremer Umland zu erhöhen.

Mehrheit der Besucher kommt von außerhalb

Denn von dort kommen viele Zuschauer, wie Schakinnis weiß, weil er das beim Kartenverkauf erheben lässt. „56 Prozent unserer Zuschauer kommen nicht aus Bremen“, sagt er.

Bisher ziehen die „Bremer Privattheater“ in Bremen und dem Umland aus Bremen und dem Umland – überschlägig gerechnet – pro Saison insgesamt etwa 280000 Zuschauer an. Und das, so Schakinnis weiter, mit etwa 1500 Vorstellungen pro Jahr. Gut möglich, dass da noch mehr drin ist.

Der Gemeinschaftsauftritt der Privattheater soll aber noch mehr nach sich ziehen. Von einem gemeinsamen Festival war gestern die Rede. Auch so etwas wie eine „Lange Nacht der Theater“ sei denkbar. Christopher Kotoucek vom „Fritz“ hält auch Kooperationen in Sachen Kostümfundus und den Austausch von Stücken für denkbar.

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