Das „Golden City“ geht in die vierte Saison

Geldgeber sind willkommen

In der temporären Hafenbar „Golden City“ geht es ab 21. Juli wieder zur Sache. - Foto: Golden City

Das „Golden City“ kommt wieder! Die temporäre Hafenkneipe – mit all ihren Reminiszenzen an die Waller Hafenkaschemmenwelt der 50er und 60er Jahre – geht in die vierte Saison. Ort des Geschehens (oder besser: des wilden Treibens) ist einmal mehr der Europahafenkopf. Am 21. Juli öffnen sich dort wieder die Pendeltüren der temporären Hafenbar.

„Auf Hochtouren arbeitet das Team rund um Frauke Wilhelm alias Ramona Ariola bereits an neuen Ideen und ihrer Verwirklichung, denn frischen Wind kann die Überseestadt immer noch gebrauchen“, so Sprecherin Manuela Demmler. Erneut wolle das Kultur- und Stadtentwicklungsprojekt „verschiedene Milieus bei Frikadelle und Bier zusammenbringen“. Was will man mehr?

Bier, Friakdellen und Lokalrunden

Geld zum Beispiel. Demmler: „Trotz Bremer Haushaltssperre ist es dem ,Golden-City‘-Team dank treuer Sponsoren gelungen, die Kosten für den Auf- und Abbau zusammen zu tragen. Formate wie die ,Lokalrunde‘ mit ,Ramona-Ramon-Rammé‘, bei der gemeinsam gesungen wird, Konzerte von Bremer Lokalhelden und Geheimtipps von außerhalb, Hafenrundfahrten und inszenierte Führungen durch den Stadtteil können durch Eintrittseinnahmen gesichert werden, wenn das Wetter mitspielt.“

Aber das ist ja noch nicht alles, und womöglich spielt das Wetter ja auch nicht immer mit. Wir sind ja schließlich in Bremen. Und ein Theaterprojekt gehörte bisher immer zum „Golden-City“-Saisonprogramm – in der Regel verbunden mit skurrilen Abenteuern rund um die Belegschaft der Hafenbar. Einmal mehr soll also ein Stück aus der Feder von Hans König und unter der Regie von Helge Tramsen auf die Bretter der Bar gebracht werden.

Gesucht: 7 500 Euro für Theaterproduktion

„Doch so ein Theaterabenteuer mit Autor, Regie, sieben professionellen Schauspielern und Musikern, Technik, Requisite, Helfern und allerlei Probentagen ist allein aus Eintrittseinnahmen nicht zu finanzieren. Wir brauchen 7 500 Euro, damit die Produktion realisiert werden kann“, nennt Projektleiterin Wilhelm nüchterne Zahlen.

Wie das funktionieren kann? Über Crowdfunding, eine Finanzierung durch eine Vielzahl von Geldgebern via Internet. Wilhelm und ihr Team haben auf der Plattform www.startnext.de in dieser Woche so eine Crowdfundingkampagne gestartet (www.startnext.de/goldencitytheater).

Wenn das Spendenziel nicht erreicht wird, gibt es keine neuen Folge der abstrusen Saga um Wirtin Ramona Ariola, Kleinunternehmer und Schnapshändler Ramon Locker, Zuhälter und Schmuggelspezialist Eddie Raminski, die schwäbische Küchenpsychologin und neuen Streetworkerin der Überseestadt Rosi Fröschle, den ehemaligen Revisor im Bauressort Walter Brüggemann sowie die mit allen Wassern gewaschenen Projektentwickler Karl-Heinz Schmidtke und Hermann Teich. Und das wäre – ehrlich gesagt – wirklich schade.

„Schon mit fünf Euro kann man dabei sein“, so Sprecherin Demmler. „Auf die Spender warten viele tolle Dankeschöns: VIP-Tickets für Veranstaltungen, T-Shirts oder sogar eine Bootstour. Die Aktion geht bis zum 30. Mai.“

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