140 Jahre Beck’s: Flaschen kommen mit Etikett der Gründerzeit auf den Markt

Geburtstag im Retro-Look

Ein Prosit auf das Geburtstagskind: Chris Cools (l.) und Martin Günthner mit Beck‘s-Flaschen, die das Etikett von 1876 tragen, sowie einer Holzkiste, wie sie damals in alle Welt exportiert wurde. ·
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Ein Prosit auf das Geburtstagskind: Chris Cools (l.) und Martin Günthner mit Beck‘s-Flaschen, die das Etikett von 1876 tragen, sowie einer Holzkiste, wie sie damals in alle Welt exportiert wurde.

Bremen - Von Viviane Reineking. In den 60er Jahren löschte Beck’s noch „Männer-Durst“, mittlerweile rät der Slogan für die Bremer Biermarke deutlich moderner „Folge deinem inneren Kompass“. Doch die Geschichte der Brauerei reicht wesentlich weiter zurück, genauer bis ins Jahr 1873. Heute, am Donnerstag, feiert „Beck & Co“ seinen 140. Geburtstag.

Die weitreichende Geschichte der Bremer Traditionsmarke stellte gestern vor Pressevertretern der Geschäftsführer von Anheuser-Busch Inbev, Chris Cools, im Rathaus vor. Im Jahr 1873 gründeten die Braumeister Lüder Rutenberg und Heinrich Beck gemeinsam mit dem Kaufmann Thomas Mey die „Kaiserbrauerei Beck & May“ (wir berichteten). Bereits zwei Jahre später erhielt Beck vom späteren Kaiser Friedrich III die Goldene Medaille für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Brauwesens. 1877 folgte auf der Weltausstellung in Philadelphia die Medaille für das beste kontinentale Bier. Die Auszeichnungen zieren auch heute noch – neben dem charakteristischen Schlüssel – das Etikett der grünen Flaschen.

Zum Geburtstag bringt die Brauerei nach eigenen Angaben im August eine begrenzte Ausgabe von Beck’s-Flaschen im Gewand der Gründerzeit auf den Markt. „Die grünen Flaschen ziert dann das gleiche Etikett wie 1876“, so Cools. Außerdem in den Handel kommen im Spätsommer mit diesen Flaschen gefüllte Retro-Kisten aus Holz, in denen damals zum ersten Mal Beck’s-Flaschen in ferne Länder exportiert werden. Beck’s sei einer von vier „Global Playern“ des AB-Inbev-Konzerns, so Cools. Der Belgier mit Wohnsitz in Bremen beschrieb gleich noch, was ein erfolgreiches gutes Bier ausmacht: „Qualität, Markenerlebnisse, Neuheiten und eine Markengeschichte – das alles hat Beck’s“, so Cools. Freiheit, Unanhängigkeit, Internationalität und Weltoffenheit – das sind Schlagworte, die die Markenstrategen transportieren. Das kommt an: 95 Prozent der Deutschen kennen nach Angaben der Brauerei die Marke „Beck’s“, laut dem „Markenmonitor Bier“ ist Beck’s zum sechsten Mal in Folge das imagestärkste und beliebteste Bier Deutschlands.

Gebraut wird an 15 Standorten weltweit. In der Bremer Brauerei, laut Cools eine der modernsten und größten Europas, sind 1 400 Mitarbeiter beschäftigt. „Um vier Prozent“ betrage der Marktanteil in Deutschland, in Bremen sei es „sehr viel mehr“. Zum Geburtstag unterstrich Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) die Bedeutung für das Land Bremen: „Beck’s ist ein toller Imageträger für uns. Wir tun alles, was wir können, um Beck’s an Bremen zu binden. Danke, dass Sie Bremen treu geblieben sind.“

Trotzdem schloss Chris Cools gestern nicht aus, künftig weitere Produktionen ins Ausland zu verlagern. Zwar gebe es dafür „keine aktuellen Pläne, aber wir schließen nichts aus“. Als Gründe nannte der AB-Inbev-Chef „überproportional hohe Lohnkosten in Bremen“. Nirgends in Deutschland seien Mitarbeiter so teuer wie hier.

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