Großer Andrang am „Tag der Architektur“ / Kratzputz und Glimmereffekt

Gebäude bieten Ein- und Ausblicke

Architekt Sven Brötje erläutert die gestalterischen Elemente im Haus der Beluga-Reederei.

Bremen - Von Viviane StrahmannBREMEN · „Wann haben wir schon einmal die Möglichkeit, solch ein herausragendes Gebäude von innen zu besichtigen?“, fragten sich Margrit und Klaus Peters und beschlossen, am gestrigen „Tag der Architektur“ dem markanten Firmensitz der Beluga-Reederei einen Besuch abzustatten.

Großer Andrang herrschte auf dem Teerhof. Bis zur frühen Mittagszeit hatten sich rund 250 Besucher eingefunden, um den sechsgeschossigen Neubau der Reederei einmal aus anderer Perspektive zu betrachten. Die erste Gruppe startete mit Architekt Sven Brötje der Bremer Gruppe Haslob, Kruse + Partner zu einem Rundgang durch das 30 Millionen Euro teure Highlight zwischen den Weserarmen. Ganz nach dem Motto Ein-, Durch- und Ausblicke planten die Architekten das Gebäude so, dass es sich sowohl zur Innenstadt als auch zur Neustadt öffnet.

Aus der hauseigenen Kindertagesstätte ging es auf die „Floorbox“: Vom „Dach“ des frei schwebenden Konferenzraumes genießen die Besucher einen Blick runter in das Foyer. Weitere Highlights waren das „Pazifik-Deck“ und die aufgesetzte „Piano-Bar“. „Trotz des Zweckbaus wurde hier nicht nach dem Motto ‚Quadratisch, praktisch, gut’ geplant, sondern alles sehr individuell gestaltet“, fanden die Peters.

Nicht mit einem Objekt gaben sich Gertrud und Gerhard Schaffors zufrieden. Verantwortlich dafür war Tochter Martina – ihres Zeichens Architektin – die „gerne mal guckt, was meine Kollegen so alles machen“. Sechs der insgesamt 21 Bauwerke – vom privaten Reihenhaus bis zum umgebauten Fabrikkomplex – in Bremen und Bremerhaven wollten sie gestern besuchen.

Nach dem Beluga-Firmensitz schauten sie bei dem im Oktober 2009 fertiggestellten Projekt „Campus Wohnen“ in der Fahrenheitstraße an der Universität Bremen vorbei. Den fünfgeschossigen und 156 Meter langen Wohnkomplex haben Hans-Jürgen Hilmes und seine Kollegin Ebba Lamprecht aus Bremen geplant.

Das Studentenwohnheim wurde im Setzkastenprinzip errichtet und mit einem grauen Kratzputz und Glimmereffekt versehen. Besonders auffällig sind die in Rot und Schwarz gehaltenen Balkone sowie die luftigen innenliegenden Gänge zu den Appartements.

Eine recht luxuriöse Studentenbude – so die weitverbreitete Meinung, wenngleich die Architekten anmerken, dass das „Campus Wohnen“ natürlich nicht mit dem „College Nordmetall“ der Jacobs University Bremen mithalten könne, das ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich war und für das ein wesentlich höheres Budget zur Verfügung stand.

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