„Auf einen Espresso“ mit Konrad Elmshäuser, Leiter des Bremer Staatsarchivs

Ein Garten zum Entspannen

Mit der Gartenschere wird bei Konrad Elmshäuser gearbeitet und entspannt. ·
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Mit der Gartenschere wird bei Konrad Elmshäuser gearbeitet und entspannt. ·

Bremen - Von Ilka Langkowski„Unser wichtigster Job ist es wegzuwerfen“, beschreibt Konrad Elmshäuser die Arbeit eines Staatsarchivars. Was archivwürdig ist, muss aber erkannt und erhalten bleiben. Im heimischen Garten hingegen darf Elmshäuser schnippeln und schneiden und alles wächst nach.

Zu den Aufgaben Elmshäusers zählt es, das „Langzeitgedächtnis Bremens in Schuss“ zu halten. „Wir kümmern uns um vorhandene Dokumente und sorgen dafür, dass auch in Zukunft welche da sind.“

Dem Archivgesetz folgend, bieten alle Behörden Dokumente, die nicht mehr gebraucht werden, vor deren Vernichtung dem Archiv an. Ein einstelliger Prozentsatz landet im Staatsarchiv. „Wir machen dann aus Altpapier Kulturgut“, scherzt Emshäuser. Er hat, wie er sagt, Spaß an Geschichte und jeder Form von Vergangenheit.

Geboren ist der Wahlbremer in Marburg, wo sich zufällig auch die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung des Archivwesens der Bundesrepublik Deutschland befindet. Der Leiter des Bremer Archivs zwischen Fedelhören und Präsident-Kennedy-Platz hat sich Zeit für unsere Serie „Auf einen Espresso“ genommen, in der wir Bremer Prominente und engagierte Macher ein wenig privat vorstellen – mit einem Gegenstand, der für sie eine besondere Bedeutung hat.

Elmshäuser hat eine Rosenschere dabei. „Sie steht symbolisch für all die Gartenscheren, die bei mir in jeder zweiten Ecke des Gartens liegen“, sagt der Hobbygärtner, „und sie steht für meinen Garten, in dem sie zum Einsatz kommt.“ Am liebsten widmet er sich jeder Art von Schnitt: Rosen und Sträucher schneiden, Rasen mähen und Bäume sägen. Der Garten ist für Elmshäuser enorm wichtig, und die Gartenarbeit pure Entspannung. „Ich bin schon in einem Haus mit großen Garten aufgewachsen“, erzählt der 62-Jährige. Nur ein einziges Jahr in seinem Leben hat er keinen Garten gehabt. Da wohnte er in Paris – allerdings mit dem gepflegten Grün des Tuilerien-Gartens vor der Haustür.

Im eigenen Bremer Gärtchen stehen neben einer Reihe Fichten und etwa 50 Rosen ein paar schöne Obstbäume. Elmshäusers Liebling ist eine Quitte in der Gartenmitte– mit zartrosa duftenden Blüten und reichlich gelben Früchten. Zum Herbst geht dann ein Martyrium los, berichtet der Besitzer: „Wir müssen überall rumfragen, wer Quitten mag. Und die im Zentnerbereich anfallenden Weintrauben unserer beiden Rebstöcke werden an die Kollegen verteilt.“

Sechs fixe Fragen

Was verbindet Sie mit Bremen?

Elmshäuser: Das Studium hat mich 1981 von Wiesbaden nach Bremen verschlagen. Mittlerweile verbindet mich fast alles mit der Stadt – Beruf, Familie, meine Kinder sind hier aufgewachsen. Bremen besitzt ein gutes Verhältnis von Stadt, Land, Natur und Kultur. Die Stadt ist nicht umklammert von einem Gürtel der Hässlichkeit. Hier gibt es diesbezüglich keine privilegierten Stadtteile.

Welchen Ort mögen Sie besonders?

Elmshäuser: Den Wümmedeich. Es ist unvergleichlich, mit dem Rennrad über den Deich zu fahren – so viel Natur, Aussicht und Schönheit, aber auch Kulturlandschaft.

Was würden Sie auswärtigen Gästen in Bremen zeigen?

Elmshäuser: Für einen kurzen Spaziergang ginge es in unsere Parks. Freunde von weiter weg erwarten Maritimes. Dann ist man gut beraten, nach Bremerhaven zu fahren. Das ist mittlerweile der Bringer für einen ganzen Tag, mit echter Seeatmosphäre, Zoo, Auswandererhaus und der Aussichtsplattform des „Sail-

City“, von der man über das Meer schauen kann.

Welches ist Ihr Lieblingstier?

Elmshäuser: Ich mag Tiere allgemein gern und habe kein Lieblingstier.

Was würden Sie tun, wenn Sie jetzt spontan einen Tag frei hätten?

Elmshäuser: Bei schönem Wetter würde ich gucken, ob man die Radsaison nicht schon einläuten könnte.

Was macht Sie schwach?

Elmshäuser: Schokoladeneis. Daran kann man testen, wie gut eine Eisdiele ist. Das ist der Lackmustest für jede Eisdiele.

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