Ganzheitlich rechnet sich

Geno baut Angebot der Ambulanz Bremen aus

Die Radio-Onkologie im Medizinischen Versorgungszentrum am Klinikum Bremen-Mitte ist einer von mehreren Fachbereichen der Ambulanz Bremen. Foto: Ambulanz Bremen / Geno
+
Die Radio-Onkologie im Medizinischen Versorgungszentrum am Klinikum Bremen-Mitte ist einer von mehreren Fachbereichen der Ambulanz Bremen.

Bremen - Die Ambulanz Bremen hat ihr Angebot in diesem Jahr erheblich erweitert. Das sagt deren Leiter Dr. Oliver Bongartz. Die Ambulanz Bremen ist eine 100prozentige Tochter der kommunalen Holding Gesundheit Nord (Geno), sie ist „der ambulante Teil der Geno“ (Bongartz).

In den Anfängen umfasste das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) am Klinikum Bremen-Mitte drei Abteilungen: Logopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Strahlentherapie. Nun hat sich die Ambulanz Bremen breiter aufgestellt und ist teilweise auch von der räumlichen Nähe zum Klinikum Bremen-Mitte abgerückt.

„Die Geno soll ein ganzheitlicher Gesundheitsdienstleister werden“, sagt Bongartz. Der Weg dorthin führte über ein MVZ. Hier arbeiten mehrere ärztliche Fachgebiete wie bei niedergelassenen Fachärzten zusammen. Im MVZ Ambulanz Bremen (St.-Jürgen-Straße 1) sind die Fachbereiche Logopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Strahlentherapie/Radioonkologie vertreten. Das Ziel ist eine patientenorientierte Versorgung „aus einer Hand“ – mit effizienter Infrastruktur und kurzen Wegen. Grundgedanke ist also eine bessere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung – durch den Zugriff auf moderne Technik, weitere Spezialisten sowie die Möglichkeit, bei medizinischer Notwendigkeit ohne Umwege stationär behandelt zu werden.

So weit, so gut. Mit der Ausweitung der Fachgebiete und der Praxen – Endokrinologie (Drüsen, Hormone), Proktologie (Darm), Augenarzt, Onkologischer Hausarzt (Tumore) – geht der nächste Schritt der Ambulanz Bremen räumlich vom Klinikum weg. Die Praxen wurden teilweise in den Stadtteilen belassen, wo sie sind – also schlicht und ergreifend weitergeführt. Bongartz: „Der Wechsel sollte auch gar nicht auffallen.“ Die nun dort behandelnden Ärzte schaffen nur eben nicht mehr in einer eigenen Praxis, sondern sind bei der Ambulanz Bremen angestellt. Bei der Strahlentherapie ist das allerdings anders; sie ist quasi eine externe Praxis im Klinikgebäude.

Bisher rechnet sich die Entscheidung der Geno, ambulante und stationäre Versorgung besser zu verbinden. Das MVZ schreibt schwarze Zahlen, der Gewinn bewegt sich im niedrigen einstelligen Millionenbereich, so Bongartz. Vor rund vier Jahren hat die Ambulanz Bremen den finanziellen Turnaround geschafft – nachdem 2014 noch ein Jahresfehlbetrag in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro zu verzeichnen war. Mittlerweile haben die Praxen der Ambulanz Bremen rund 100 Mitarbeiter.

Mit der Fertigstellung des Teilersatzneubaus auf dem Areal des Klinikums Bremen-Mitte und dem Abriss alter Gebäude dürfte auch der Neubau eines Ärztehauses, also eines kompletten Versorgungszentrums mit allen ambulanten Angeboten, in den Blick rücken. „Durch die Neustrukturierung des Geländes haben wir neue Möglichkeiten“, sagt Bongartz. Nicht auszuschließen, dass die Ambulanz Bremen bis dahin weiter ausgebaut wird.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Donald Trump fordert Gouverneure zum Durchgreifen auf

Donald Trump fordert Gouverneure zum Durchgreifen auf

Was die Warnsymbole auf Putzmitteln bedeuten

Was die Warnsymbole auf Putzmitteln bedeuten

Wie werde ich Tischler/in?

Wie werde ich Tischler/in?

„Ohne zwayerlei Maß wären höchstens noch acht Schalker auf dem Platz“ - Netzreaktionen zu #S04SVW

„Ohne zwayerlei Maß wären höchstens noch acht Schalker auf dem Platz“ - Netzreaktionen zu #S04SVW

Meistgelesene Artikel

Anders lernen

Anders lernen

Bürgermeister lobt Digitalstrategie

Bürgermeister lobt Digitalstrategie

Drogen, Lügen und ein geklautes Auto: Polizeikontrolle mit Überraschungen in Bremen

Drogen, Lügen und ein geklautes Auto: Polizeikontrolle mit Überraschungen in Bremen

Volker Lohrmann: „Wir reden über die breite Masse“

Volker Lohrmann: „Wir reden über die breite Masse“

Kommentare